Laden...
Reith
Hausgartentag

Kräuterbowle und Blumenflüstern

Hobbygärtnerinnen erhielten in Reith jede Menge Informationen rund um Blumen, Sträucher und Kräuter. Trotz großer Hitze nahmen die Besucher dies dankbar an.
Artikel drucken Artikel einbetten
Blumenflüsterin Monika Streit beherrscht die symbolische Sprache der Blumen. Fotos: Gerd Schaar
Blumenflüsterin Monika Streit beherrscht die symbolische Sprache der Blumen. Fotos: Gerd Schaar
+11 Bilder
"Alles im grünen Bereich" war heuer das Motto für den fünften Hausgartentag überschrieben. Auf Einladung des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) sowie dem Verband für Landwirtschaftliche Fachausbildung (VLF) und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) fanden sich rund 150 interessierte Frauen am Reither Sportheim ein.
Und dies trotz hochsommerlicher Temperaturen, die auch die wenigen Männer zum Schwitzen brachten.

Da waren erfrischende Getränke aus essbaren Blüten ein wahrer Segen. So zum Beispiel die Wildkräuterbowle von der Kräuterpädagogin Elisabeth Damm aus Oberstreu. "In einem Liter kaltem Apfelsaft lasse ich für etwa zwei bis vier Stunden einen Kräuterstrauß ziehen und fülle nach Entfernen des Straußes entweder mit einer großen Flasche Mineralwasser und dem Saft einer Zitrone oder einer Flasche Sekt auf", führt sie dem durstigen Publikum vor. Aus Minze, Holunderdolden, Giersch, Dost, Schafgarbe und Gundermann können solche duftenden Kräutersträuße bestehen.

"Ich bin das erste Mal auf dieser Veranstaltung und lasse mich überraschen", verrät Besucherin Ursula Beck aus Schwärzelbach. Egal ob es sich um Blumen aus dem eigenen Garten oder aus der freien Natur handelt, sei sie über Informationen recht interessiert. "Die Natur ist bunt und gesund", blickt Beck gerne auch auf die Heilkräuter. Ebenfalls für die Blumen interessiert sich die First Lady der Marktgemeinde Oberthulba, die Bürgermeistergattin Theresia Schlereth: "Der Hausgartentag ist eine recht sinnvolle Veranstaltung", bestätigt sie.

Die großen Sonnenschirme neben den langen Zuhörerbänken auf der Wiese können die sengende Hitze nur ein wenig mildern. Dennoch sind die Informationsstände mit Wissbegierigen umlagert. So auch die Blumenflüsterin Monika Streit aus Poppenlauer, die Näheres über die Sprache der Blumen verrät. Dazu gehört nicht nur die klassisch wortlose Liebesbotschaft durch die rote Rose. Doch was will das Gänseblümchen in Gesellschaft von Kräutern sagen? Passende Geschenksträuße zu diversen Anlässen können ganz gezielt arrangiert werden.

Großes Angebot

Begeistert vom vielfältigen Informationsangebot auf diesem Hausgartentag und auf der Jagd nach wertvollen Tipps ist Sonja Kohl aus Oberthulba: "Die Gartenthemen werden hier ganz toll aufgearbeitet und präsentiert". Heidi Schmelz aus Machtilshausen meint: "Es ist sehr lehrreich und interessant". Gerade schaut sie der angehenden Landschaftsgärtnerin Svenja Custodis aus Trappstadt über die Schulter. Custodis erzählt über den richtigen Umgang mit den Gehölzen und schwärmt von der Wohlfühlatmosphäre in gemütlichen Gärten. "Da können auch alte Bäume und wilde Triebe das natürliche Bild bereichern", meint sie.

Ein Wannenbad mit Blüten

Ab in die Wanne mit Kräutern und Blüten! Kräuterexpertin Evi Treuting aus Trappstadt empfiehlt eine Temperatur von 35 bis 38 Grad für so ein Luxusvollbad mit den bunten Spenden ätherischer Öle zur Durchblutung und zum besseren Stoffwechsel. Leider waren auf den Wiesen des Hausgartentages keine Badewannen zu entdecken. Noch kleiner waren die Behälter der selbst gefertigten Salben von Kräuterpädagogin Renate Hau aus Zeil am Main. Bei ihr konnte man sich zum Beispiel mit der Ringelblumensalbe "eine schmieren lassen". Vergessene Naturrezepte der Großmütter mit Schafgarbe, Spitzwegerich, Klee oder Johanniskraut sind heutzutage wieder gefragt.

Kreisbäuerin Rita Jörg freute sich, dass auch im fünften Jahr des Hausgartentages alles im grünen Bereich war. Erfrischende Gespräche in der flirrenden Hitze wünschten Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FW) und BBV-Kreisobmann Karlheinz Vogler. Landrat Thomas Bold (CSU) hielt für die "mit viel Sachkunde angereicherte Veranstaltung" einen grünen Daumen hoch. Irmgard Heinrich, Kreisvorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, lobte die Informationsvielfalt. VLF-Geschäftsführer und Bereichsleiter Stefan Fella dankte Barbara Heim für die gute Organisation. "Dieser gesellige Hausgartentag hat mittlerweile schon Tradition", stellte Bezirkstags-Vizepräsidentin Karin Renner fest.



Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren