Bad Kissingen
Rosengarten

Kosten fast zehn Prozent höher

Die Sanierung des Rosengartens wird 250 000 Euro teurer als geplant. Der Finanzausschuss genehmigte die zusätzlichen Ausgaben.
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Die Sanierung des Bad Kissinger Rosengartens wird erheblich teurer als geplant. Der Finanzausschuss hat sich jetzt in nicht öffentlicher Sitzung mit dem Thema beschäftigt und die Mehrkosten in Höhe von rund 250 000 Euro genehmigt.  Foto: Ralf Ruppert
Die Sanierung des Bad Kissinger Rosengartens wird erheblich teurer als geplant. Der Finanzausschuss hat sich jetzt in nicht öffentlicher Sitzung mit dem Thema beschäftigt und die Mehrkosten in Höhe von rund 250 000 Euro genehmigt. Foto: Ralf Ruppert
Die Stadt Bad Kissingen hat bestätigt, dass die Sanierung des Rosengartens erheblich teurer wird. Gegenüber den bisher geplanten und im städtischen Haushalt veranschlagten Kosten die Generalinstandsetzung des engeren Rosengartens mit der Brunnenanlage fallen Mehrkosten in Höhe von circa 250 000 Euro an. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit.
Der Finanzausschuss habe sich in seiner Sitzung am Mittwoch mit dem Thema beschäftigt und Haushaltsmittel für
diese Mehrkosten bereitgestellt, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Tagesordnungspunkt war im nicht öffentlichen Teil der Sitzung behandelt worden.


Schutz der Heilquellen

Gegenüber dem ursprünglichen Haushaltsansatz liegt damit eine Kostensteigerung von circa neun Prozent der Gesamtkosten vor. Das sei bei derart schwierigen Baufeldbedingungen nicht ungewöhnlich, erklärt die Stadt hierzu. Die Gesamtkosten liegen jetzt bei circa drei Millionen Euro. Der Freistaat Bayern steuert dazu mehr als 1,7 Millionen Euro als Zuschuss aus der Wirtschaftsförderung bei.
Die wesentlichen Ursachen der Mehrkosten liegen nach Aussagen der Stadt im Schutz der Heilquellen, die durch die Baumaßnahmen im sensiblen Untergrund am Rosengarten mehr als ursprünglich erkennbar in Mitleidenschaft hätten gezogen werden können. "Dazu mussten Vorkehrungen und Zusatzarbeiten vorgenommen werden, die im Vorfeld aufgrund der komplizierten Rahmenbedingungen trotz umfänglicher Planungen und Untersuchungen nicht absehbar gewesen waren", heißt es in der Mitteilung der Stadt.


Mehr belastete Deponiemengen

Ein weiterer großer Teil der Mehrkosten resultiere daraus, dass mehr Bodenmaterial anfällt, das zur Deponierung muss, als geplant. Es hat sich nach der Einstufung nach sogenannten Einbauklassen als höher belastet herausgestellt als zunächst angenommen. Der Finanzausschuss habe die erheblichen Kostensteigerungen bedauert. Er habe sich aber überzeugt gezeigt vom "großen Mehrwert des neuen Rosengartens und Brunnens für die touristische Infrastruktur der Stadt Bad Kissingen", schreibt die Stadt weiter.


Verhandlungen nicht öffentlich

Der Finanzausschuss besprach die Mehrkosten im nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Darüber war eine längere Diskussion entstanden. Stadtrat und Ausschussmitglied Wolfgang Lutz (CSU) hatte zu Beginn der Sitzung beantragt, den Fall Rosengarten in den öffentlichen Teil zu verlegen. Nach rund einer halben Stunde Diskussion wurde der Vorschlag jedoch abgelehnt. "Ich finde, die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, über die Diskussionen informiert zu werden", sagte er. Da die Öffentlichkeit sowieso wisse, welche Firmen an den Bauarbeiten beteiligt sind, sehe er auch keinen Grund für die Geheimhaltung. "Deshalb wollte ich Transparenz schaffen."
Thomas Hack, Pressesprecher der Stadt, erklärte, dass "firmenrelevante Daten" hätten besprochen werden können und die Gespräche deshalb geheim bleiben mussten. Bei einem Nachtragsverfahren wie diesem könnten gegebenenfalls die Preise der Firma für bestimmte Positionen genannt werden; Konkurrenten könnten sich so bei zukünftigen Ausschreibungen daran orientieren. Damit entstünde der Firma ein Wettbewerbsnachteil.


Das kam unerwartet

Die Mehrkosten seien während der Sitzung kritisch hinterfragt worden. Es habe sich gezeigt, dass das Bauunternehmen sie nicht haben vorausahnen können, sagte Hack. "Solche Bedingungen konnte keiner erwarten. Das kann passieren, wenn man in einem so sensiblen Untergrund herumwühlt." hz/mak
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