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Oberthulba
Seniorenfasching

Kleine Giganten sind in Oberthulba ganz groß

Seit einem halben Jahr üben die Betreuerinnen mit 24 Kindern aus der Gemeinde Oberthulba. Die Kindertanzgruppe ist einer der Höhepunkte beim Seniorenfasching gewesen.
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"24 kleine Giganten" zeigten beim Seniorenfasching in Oberthulba, was sie seit September mit ihren Betreuerinnen einstudiert haben. Sie waren mit großem Elan bei der Sache. Fotos: Günther Straub
"24 kleine Giganten" zeigten beim Seniorenfasching in Oberthulba, was sie seit September mit ihren Betreuerinnen einstudiert haben. Sie waren mit großem Elan bei der Sache. Fotos: Günther Straub
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Die erhoffte Stimmung und gute Laune blieb nicht aus. Dass auch kleine Akteure bei einem Faschingsnachmittag auftreten und dabei Senioren mit ihren Tänzen etwas Abwechslung bieten, ist in Oberthulba nichts Neues. Wie in dieser Woche zum Beispiel, als die "Kleinen Giganten" beim Faschingsnachmittag für die Senioren in Oberthulba auftraten.

Die beiden jungen Bühnenstars Amelie und Lea sind da einer Meinung. "Wir, die kleinen Giganten, machen das gerne, und treten bei den Omas und Opas auf", sagte Amelie. Susanne Hämel hatte mit ihren Helfern wieder alles organisiert. Seit Jahren ist die Marktgemeinderätin aktiv mit dem örtlichen Fasching verbunden. So ist sie auch heuer wieder ein große Stütze für ihre Tochter Maria, die sich seit nunmehr fünf Jahren um die kleinen Tänzerinnen "Die kleinen Giganten" kümmert.

"Jedes Jahr müssen wir von vorne anfangen, weil es neue Kinder gibt, die mitmachen wollen", lässt Maria Hämel in ihre Arbeit blicken. "Seit Beginn des Schuljahres sind wir am Üben. Einmal wöchentlich am Abend standen wir auf der Bühne, wir wollen ja unseren Zuschauern schöne und schwungvolle Tänze anbieten und da gehört einfach Training mit dazu", sagte die junge Trainerin.

"Heuer treten wir bei sieben Veranstaltungen auf. Vielleicht kommen noch einige dazu. Spaß macht es den Kindern auch bei den älteren Zuschauern. Wir waren vor kurzem beim Seniorennachmittag in Hassenbach und heute bei den Senioren der Marktgemeinde haben wir gemerkt, dass wir mit unserem Tanz gut ankommen." Die 24 aktiven Kinder kommen aus den Gemeindeteilen Reith, Hassenbach, Schlimpfhof , Oberthulba, Frankenbrunn und Thulba.

Viele Stunden genäht

Beeindruckend sind die glänzenden Roboter-Kostüme. Beim Nähen der schicken Kleider haben Margot Schottdorf und Cordulla Kleinhenz viele Stunden gesessen. Margot Schottdorf: "Für die 24 Kostüme haben wir etwa 35 Meter silberfarbenen Faschingsglanzstoff vernäht, 200 Meter Borden wurden gebraucht und 100 Bein- und Armstulpen waren zu fertigen". Schön ist es, das Ergebnis zu betrachten und zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder auf der Faschingsbühne stehen und agieren.

Ein strammes Wochenende steht jetzt vor den Kindern und ihren Betreuerinnen: Ab heute, Freitag bis einschließlich Sonntag geht es im wahrsten Sinne des Wortes rund. An den zwei Prunksitzungen der ÖFG und auch bei der Familiensitzung am Sonntag werden die Kinder ihren Tanz aufführen. Ein besondere Höhepunkt wird die Teilnahme am Turnier in Wargolshausen sein. Und das kostet vor allem Zeit: Rechtzeitig muss man vor Ort sein, die Kinder werden geschminkt, die Kostüme müssen sitzen. "Mir und meinen Helfern macht es viel Spaß und wir freuen uns mit den Kindern und dem Beifall den sie für ihre gelungenen Tänze bekommen", sagt Maria Hämel. "Das ist die schöne Belohnung."

Beim Seniorenfaschung ist neben den "Kleinen Giganten" auch die Jugendmarschtanzgarde dabei. Der von Bianca Mayer einstudierte Tanz wurde von den Mädchen perfekt vorgetragen. Er war ein Glanzpunkt des unterhaltsamen Nachmittages, durch den wie gewohnt routiniert Günter Hüttl führte.

"Muddersproch" nicht vergessen

"Das englische Gedudel am Radio" regt den Ehrenbürger Herbert Neder auf. In seinem Vortrag "Einst und jetzt" klagt er darüber, dass der schöne örtliche Dialekt immer mehr verloren geht. "Vergesst nit euer Muddersproch", forderte er auf.

Etwas fürs Auge war auch der Auftritt der "Tremolos". Rudi Henz, Volker Schmitt, Heinrich Hümpfner, Andreas Kraus und Matthias Schneider zeigten sich als exzellente Sänger unter ihrem Dirigenten Herbert Neder. Und lustig war es auch.

Apropos lustig: Lustige Melodien kamen von den Sängern des Gesangvereins Sängerlust. Dass die Melodien "passten", dafür sorgte ihr musikalischer Leiter Martin Rudolph. Die "Wilden Hühner" mit Sabine Döpfert und Daniela Albert sowie Wilhelm und Elvira von der UKG Untererthal als lustiges Ehepaar waren auch mit von der Partie. Wie immer ging das Ratsgremium aus der Gemeinde auf die Bühne, das gehört dazu. Bürgermeister Gotthard Schlereth freute sich über das rege Interesse, das man dieser Veranstaltung wieder entgegen brachte. Gerne biete die Marktgemeinde den Senioren diesen unterhaltsamen Nachmittag an und er bedankte sich bei den Akteuren.

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