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Fest

Kinder werden auf der Trimburg zu Künstlern

Der Muttertag des Westheimer Kindergartens ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Denn auf der Trimburg werden Kinder zu echten Künstlern.
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Spiegel-Monotypie heißt die Technik, bei der sich der Künstler beim Malen selbst zuschauen kann. Auf die Glasfläche wird später ein Papier aufgelegt, das die Farben aufnimmt. Foto: Winfried Ehling
Spiegel-Monotypie heißt die Technik, bei der sich der Künstler beim Malen selbst zuschauen kann. Auf die Glasfläche wird später ein Papier aufgelegt, das die Farben aufnimmt. Foto: Winfried Ehling
Wahre Ästhetik, die in der Neuzeit gerne als Synonym für Schönheit definiert wird, muss nicht zwingend schön sein. "Sie entsteht vielmehr aus inneren Bildern und Vorstellungen der Kinder und ist damit ein Stück Bildung", sagt Kindergartenleiterin Maria Förster in Anlehnung an die These Immanuel Kants. Schönes darf dabei durchaus entstehen, wie die Werke der Vier- bis Sechsjährigen belegen.

So kann zum Beispiel das herbstliche Nüsse knacken
die Fantasie anspornen. "Das führte zunächst zum Bilderbuch Nussknacker und Mäusekönig, mit dem das Thema vertieft wurde", erläutert Förster. "Beim Besuch des Bamberger Puppentheaters und der Ballettaufführung des Stücks in Meiningen haben wir diese Idee von verschiedenen Seiten beleuchtet", ergänzt sie. Dieser Aufwand ist nur dank der Unterstützung der Eltern möglich, die sich beispielsweise für die Fahrten zur Verfügung stellen.

Ein Gewitter war der Anstoß für die Bilder des "Unwetter-Projekts". In Wachs-Beiztechnik gearbeitete Darstellungen von Regenbögen sowie Licht- und Schattenkontrastbilder sind das kreative Ergebnis.

Neben diesen, an Wäscheleinen aufgehängten Werken, stehen Steckenpferde. Sie sind aus alten Socken gebastelt, mit Perlen als Augen. "Wir wollen den Ideen der Kinder mit verschiedenen Materialien Ausdruck geben. Denn sie zeigen, was den Kindern wichtig ist und worauf sie neugierig sind. Damit ist auch die Lust und die Freude an der Arbeit garantiert", betont die Kindergartenleiterin.

Die Neugier und Freude ist den Kindern an den Augen abzulesen, als sie mit kleinen Farbpaletten versehen von einem Angebot zum anderen eilen. Sie versuchen sich in Sinnesfarbenmalerei, Knitterkunst, Spiegel-Monotypie oder in der Mini-Druckerei. Die Eltern beobachten ebenfalls neugierig, aber auch manchmal skeptisch.
Diese Skepsis, die bisweilen überraschend der Kreativität Platz machen muss, thematisiert das Theaterstück "Der Punkt - Kunst kann jeder". Ina ist überzeugt, nicht malen zu können. Als sie es trotzdem versucht, ist sie über ihr Können selbst erstaunt. Das ist dem Glauben an die eigene Kreativität zu verdanken.




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