Zum dritten Mal in Folge gastierte das Wiener Ensemble in Burkardroth und präsentierte diesmal Peter Pachers Interpretation von Ludwig van Beethovens "Fidelio". An der Seite von Dan Chamandy (Tenor), Peter Kellner (Bassbariton) und Claudia Fischer (Sopran und künstlerische Leitung) wirkten 17 Kinder der beiden Premicher 4. Klassen mit. Die Schule hatte im Vorfeld Unterlagen erhalten, mit denen sich Schüler und Lehrer vorbereiteten. Ein großes Lob wurde in Premich Anna Rinke zuteil, da sie kurzfristig für einen erkrankten Mitschüler eingesprungen war.

Dem Ensemble ist es hervorragend gelungen, die darstellenden Kinder in ihr Singspiel zu integrieren sowie die Zuschauer zu unterhalten. Um die Geschichte aufzulockern wurden die Kinderakteure ausgetauscht und spielerische Elemente eingebaut. So deuteten die Zuschauer mit einem gerufenen "Ding-Dong" ein Klingeln an. Die Gefängniswärter (Jonas Wiegand, Andreas Voll, Franziska Kröckel und Mika Walter), ausgestattet mit Sonnenbrillen und in ihren Bewegungen wie Topagenten anmutend, drehten eine Runde durchs Publikum: "Um den Raum abzusichern." Und dann jammerte Dan Chamandy: "Da hat man ja gar keinen Fernseher, keine Playstation und auch kein Handy...", als die Szenerie zum Gefängnishof wechselte und er als vermeintlicher Insasse seinen Alltag schilderte.

Eva Schmitt aus der zweiten Klasse hat die Aufführung ebenso wie den meisten ihrer Schulkameraden sehr gut gefallen. "Am besten fand ich das Gefängnis. Es sah eigentlich wie ein Fußballtor aus, und man konnte das Netz vorne und an den Seiten wie ein Gitter herunterlassen." Die Akteure aus den Klassen 4a und 4b fügten hinzu, dass sie so etwas jederzeit wieder machen würden. "Es hat richtig Spaß gemacht und war gar nicht schwer", sagte Paula, die in die Rolle der Marzelline geschlüpft war. Vanessa Bezold hat der Abschluss beeindruckt, "denn da haben alle gemeinsam gesungen". Die von Ludwig van Beethoven vertonte "Ode an die Freude" aus der 9. Sinfonie.