Bad Kissingen
Flüchtlinge

Kinder konnten im Kino Ängste vergessen

Flüchtlingskinder aus den Unterkünften in Hammelburg und Bad Kissingen waren zu einem Film eingeladen.
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Ausgerüstet mit 3D-Brillen und Popcorn verfolgten die Flüchtlingskinder den Film im Bad Kissinger Kino. Foto: Bindrum
Ausgerüstet mit 3D-Brillen und Popcorn verfolgten die Flüchtlingskinder den Film im Bad Kissinger Kino. Foto: Bindrum
Patrick Bindrum und Stefan Buttler, die beiden privaten Betreiber der Flüchtlingsunterkunft "zum Hirschen" in Hammelburg, haben über 60 Flüchtlingskinder, die aktuell in Hammelburg und Bad Kissingen untergebracht sind, ins Kino eingeladen.
Begeisterte Kinderaugen folgten dem 3D-Disney-Film "Baymax". Dort wurde herzhaft gelacht und für 100 Minuten waren Gedanken wie Angst und Flucht vergessen, ebenso wie Erlebnisse aus Massenunterkünften und Auffanglagern.
Kinder aus unterschiedlichsten Nationen aus dem mittleren Osten, Afrika und Südosteuropa verfolgten zusammen mit deutschen Kindern den Blockbuster.
Sprachbarrieren gab es für die zwischen 6 und 15 Jahre alten Kinder weder im Kino noch auf der gemeinsamen Busfahrt oder beim Spielen vor und nach der Filmvorführung.
Begleitet wurden die Kinder unter anderem von den Familien Bindrum und Buttler, sowie Betreuern wie der "Kümmerin" Katja Kellermann, die als Ansprechpartnerin für alle Fragen und Angelegenheiten den Flüchtlingsfamilien im Hirschen in Hammelburg zur Seite steht. Die Idee zu dieser Einladung kam Patrick Bindrum, der selbst Vater von drei Kindern ist, bei einem seiner regelmäßigen Besuche im Hirschen. "Bei uns wohnen überwiegend Familien mit kleinen Kindern. Die haben trotz ihres jungen Lebens zum Teil schon sehr viel mitgemacht. Es sollte im Interesse aller liegen, gerade ihnen trotz der schwierigen Umstände eine möglichst unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen und ihnen die Möglichkeit der Integration in Schule und Kindergarten zu geben. Gerade letztgenanntes ist in einigen Kommunen noch schwer umzusetzen", berichtet Patrick Bindrum.
Auch der Kreisomnibusbetrieb (KOB) hat den Ausflug unterstützt. Geschäftsführer Claus Schubert fuhr die Kinder persönlich zu ihrem Kinobesuch. red


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