Nüdlingen
Theater

KAB Nüdlingen entführt von der TV-Soap in die Realität

Die Truppe der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) probt bereits für ihre vier Theaterabende, demnächst im Pfarrsaal. Wir wagen einen Blick hinter die Kulissen.
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Ein Teil der Mitwirkenden Personen (von links): Thomas Klöffel, Gitte Kleinhenz, Oskar Hein, Jessica Hein, Gerd Nicolai, Ernst Geist und Gitti Klöffel in einer turbulenten Szene. Foto: Arthur Stollberger
Ein Teil der Mitwirkenden Personen (von links): Thomas Klöffel, Gitte Kleinhenz, Oskar Hein, Jessica Hein, Gerd Nicolai, Ernst Geist und Gitti Klöffel in einer turbulenten Szene. Foto: Arthur Stollberger
Seit Wochen schon steckt die KAB-Theatergruppe mit viel Begeisterung in ihrer Probenarbeit. Ihre alljährlichen Aufführungen haben beim örtlichen wie überörtlichen Publikum längst eine Art Kult-Staus. Und auch heuer steht wieder das Menschlich-Allzumenschliche im Mittelpunkt des Bühnengeschehens.

"Ruhestand - und plötzlich war die Ruhe weg": schon der Titel des Lustspiels in drei Akten lässt Turbulenzen erwarten. Über den Inhalt, der eine mit menschlichen Konflikten besonders angereicherte Zeit humorvoll ins Licht rückt, kann vorweg einiges verraten werden.

Wie alles anfängt...

Therese Klein (gespielt von Margot Freidhof) ist mit sich und ihrem Leben ganz zufrieden, kümmert sich um Haus und Familie und betreibt eine kleine Pension. Sie liebt TV-Serien wie "Sturm der Liebe" und "Rote Rosen", mag Kaffeeklatsch und Tupperabende. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihren Freundinnen Karola (Christina Dotterweich) und Gisela (Gitti Klöffel).

Doch eines mittwochs im März findet dieses wunderschöne Leben ein jähes Ende. Thereses Ehemann Julius (Gerd Nicolai) verlässt nach 43 Jahren, in denen er für Frau und Tochter Renate (Jessica Hein) aufopferungsvoll geschuftet hat, seine treue Sekretärin Lieselotte Schlüpfer (Gitte Kleinhenz) und geht in den Ruhestand.

...und wie es weitergeht

Während seine beiden Freunde Erwin (Ernst Geist) und Franz-Martin (Oskar Hein) bereits Pläne für gemeinsame Unternehmungen schmieden, wird Therese schlagartig bewusst, dass ihr Leben von nun an völlig anders verlaufen wird.

Und so halten Teambildungsmaßnahmen, ein "Jour fixe" und Businesspläne Einzug in den Haushalt der Therese Klein. Dazu kommt, dass der frisch gebackene Pensionär mit Hilfe seines alten Freundes Karl Mai (Matthias Weber) umfangreiche Renovierungsarbeiten in Angriff nimmt.

Das nervt gewaltig, und Therese ist am Rande des Wahnsinns. Da können auch "Verdachtsschwiegersohn" Stefan (Thomas Klöffel) und Tochter Renate (Jessica Hein) nur wenig helfen. Der Druck steigt, und allmählich regt sich bei den Damen der Kampfgeist.

In den drei Akten sind also zahlreiche Turbulenzen zu erwarten, die den Akteuren reichlich Gelegenheit geben, ihre schauspielerischen Talente zu entfalten. Überraschungen, Situationskomik und Klamauk. Und das Publikum dürfte die Inszenierungen mit Begeisterung genießen. Natürlich sind auch humorvolle Anspielungen auf ortsbekannte Personen eingebaut, die für Gesprächsstoff sorgen könnten.


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