Bad Kissingen
Gesundheit

Jugendliche Lebensretter

Die Rettungssanitäter des Jack-Steinberger-Gymnasiums zeigten ihren Mitschülern, wie auch ein Laie eine Wiederbelebung durchführen kann.
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An Modellen konnten Schüler Wiederbelebungsmaßnahmen üben.  Foto: JSG
An Modellen konnten Schüler Wiederbelebungsmaßnahmen üben. Foto: JSG
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Bad Kissingen — Leben Retten ist eine feine Sache und eigentlich würde man das ja gerne tun. Doch nur wenige wissen wie. Die Schulsanitäter des Jack-Steinberger-Gymnasiums (JSG) wollen das ändern. Es gibt nun mal nichts Gutes, außer man tut es. Und dazu muss man vorbereitet sein. Schließlich ereignet sich in Bayern durchschnittlich alle 30 Minuten ein Fall, bei dem Laien eine Wiederbelebung durchführen müssten.
Deshalb boten sie den Kindern und Jugendlichen ihrer Schule in den Pausen die Gelegenheit, die Herz-Lungen-Wiederbelebung zu üben.
In der Aula waren Reanimationsphantome aufgebaut, an denen die Schulsanis die Reanimation vorführten und dann ihre Mitschüler bei der Übung qualifiziert anleiteten. Viele Schüler wurden neugierig und trauten sich vor versammelter Mannschaft, ihre Fähigkeiten zu erproben. "Wenn die Jungs vom Rettungsdienst erst vor Ort sind, dann holen die euch in der überwiegenden Zahl der Fälle den Verletzten wieder ins Leben zurück, wenn dann aber sein Gehirn schon geschädigt ist, dann ist er ein Pflegefall für den Rest seines Daseins. Deshalb ist es heute wichtiger denn je, dass der Ersthelfer vor Ort sofort das Richtige tut, damit gar keine Sauerstoffmangel im Gehirn entstehen kann", sagt Agnes Brath, die den Schulsanitätsdienst am JSG leitet. "Das ist vor allem auch deshalb wichtig, da sich etwa 70 Prozent der Notfälle im Privatbereich abspielen, man also einem Verwandten oder einem Freund hilft. Wenn man da versagt, dann kann das für den Helfer sehr belastend sein."
Die Reanimationsmethode selbst ist im Laufe der Jahre immer weiter verbessert und vereinfacht worden. Nach dem Motto "prüfst du, rufst du, drückst du", ist auch im Internet unter you tube ein Kurzfilm zu finden, der während der Reanimationsübung im Aulabereich in mehreren Projektionen zu sehen war und der die grundlegenden Handlungen der Wiederbelebung erklärt.
Lilli Schaule findet: "Das ist schon eine gute Sache, wenn man helfen kann." Michelle Trufanov und Lisa Ledmer fanden die Aktion in der Pause gut.
Vivian Heidt sagt: "Vor allem der Film ist cool."
Laura Weinberger hatte die Gelegenheit genutzt und am Phantom geübt. Sie hat es gut gekonnt, aber sie glaubt auch, dass man das öfter üben sollte.
Stefan Czelustek ist schon seit einigen Jahren bei den Schulsanis und bei der Feuerwehr aktiv und Franziska Meder ist neben den Schulsanis auch beim Jugendrotkreuz. Die beiden finden, dass sich eigentlich mehr Menschen für diese Laienhilfe engagieren sollten, denn schließlich braucht man vielleicht selber mal Hilfe.
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