Oberthulba
Feuerwehr

Jugend als Vorzeigebeispiel

"Ich bin dabei, wo bleibst du?", heißt eine Aktion, die seit zwei Jahren bei den Freiwilligen Feuerwehren läuft und für jungen Nachwuchs werben soll. "Doch mittlerweile frage ich mich, ob nicht etwa wir Erwachsenen ebenfalls gemeint sein sollten," sagte der Vorsitzende der Oberthulbaer Feuerwehr, Timo Stürzenberger bei der Jahresversammlung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Noch dürfen die Jugendlichen bei der Feuerwehrübung nur zuschauen. Doch schon bald wird es auch bei ihnen ernst. Sie zeigen Interesse. Fotos: Günther Straub
Noch dürfen die Jugendlichen bei der Feuerwehrübung nur zuschauen. Doch schon bald wird es auch bei ihnen ernst. Sie zeigen Interesse. Fotos: Günther Straub
+2 Bilder
Die Jugendgruppe zeige den Erfolg der Kampagne. Bei den Erwachsenen zeige sich jedoch zunehmend, "dass es uns immer schwerer fällt an den Einsätzen teilzunehmen", stellte Stürzberger fest. Der Grund dafür liege nicht nur an den Bedingungen am Arbeitsplatz. Dabei könnten die, die Hilfen benötigen, nichts für "diese Launen", hieß es in seiner Stellungnahme weiter.
Dass er damit den Nerv vieler getroffen hat, zeigten die Reaktionen in den Grußworten. Bürgermeister Gotthard Schlereth stellt die Tugenden der Feuerwehren heraus, die allerdings hin und wieder auch hinterfragt werden müssten. Erfreulich sei, dass in den letzten Jahren die Wehren des Marktes stärker zusammengewachsen sind, das sei auch bei den Einsätzen von Vorteil, betonte Kreisbrandmeister Thomas Eyrich. Lob zollte Eyrich auch der Begeisterung der Jugend in Oberthulba.

Als besonders heikel bezeichnete Kommandant Reiner Wanitschka zwei Brände, zum einen der Hallenbrand in der Hammelburger Straße und ein Garagenbrand. Dank des reibungslosen Einsatzes konnte ein Übergreifen der Flammen auf Nachbarn verhindert werden.
Zufrieden zeigte sich der Jugendbeauftragter Sebastian Baus: "Die 17 Mitglieder machen derzeit gut mit." Die Jugend beteilige sich nicht nur rege an den Übungen, sondern auch bei der Gestaltung des Ostermarktes oder am Johannesfeuer. Im Wissentest und der Funkausbildung zeigte sich der Nachwuchs ebenfalls von einer leistungsstarken Seite. "Für dieses Jahr haben wir uns wieder viel vorgenommen", so der neue Jugendsprecher Tobias Geis. Mit Leon Dotzel, Jan Henz, Tobias Hirschmann, Jan Lauster, Janik und Jonas Nürnberger wurden Nachwuchskräfte aufgenommen. Dass es finanziell keine Probleme gibt, bestätigte Kassier Florian Haas. Er freute sich über großzügige Spenden, v.a. von Armin und Silke Henz.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren