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Bad Kissingen
Sonderführungen

Internationaler Museumstag in Bad Kissingen und Umgebung

Der internationale Museumstag lockte wieder Groß und Klein in die Museen - trotz des sonnigen Wetters.
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Die Leiterin des John-Bauer-Museums in Ebenhausen, Tanja Brand, erklärt der elfjährigen Lilly und Finjan (10 Jahre) die Trollzeichnungen des in Ebenhausen geborenen Künstlers, den in Skandinavien jedes Kind kennt.  Foto: Peter Rauch
Die Leiterin des John-Bauer-Museums in Ebenhausen, Tanja Brand, erklärt der elfjährigen Lilly und Finjan (10 Jahre) die Trollzeichnungen des in Ebenhausen geborenen Künstlers, den in Skandinavien jedes Kind kennt. Foto: Peter Rauch
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Wer an diesem Wochenende die Museen der Region besuchte, konnte allerhand erleben. Auf Schloss Aschach berichtete Museumsleiterin Annette Späth, dass Carola Gräfin Luxburg bis 1967 noch im Schloss lebte, obwohl es damals bereits längst dem Bezirk Unterfranken vermacht und als Museum eingerichtet war. Nur eine Tür trennte sie von den Besuchern, die die Einrichtung und die Kunstsammlungen betrachteten. Auch deshalb wirken die Räume so, als hätten sie die Bewohner gerade erst verlassen.

Auch erklärte Annette Späth, was sich an der Präsentation der repräsentativen Möbelstücke, der chinesischen Porzellansammlung und des Originalgemälde von Lukas Cranach ändern soll.


Märchenquiz

In der Sonderausstellung "Zauberschloss und Märchenwald" hatte sich derweil Familie Omert aus Langenleiten in das Märchenquiz vertieft und versuchte, in der Museumsscheune vor dem Bild mit dem Schuh von Aschenputtel knifflige Fragen zu lösen. Zur Mittagszeit spielte die Böhmische Blasmusik auf, die "Live Speaker" der Sinnberg Grundschule zeigten auf ihre Art das Schloss, im Schulmuseum wurde "Historischer Unterricht" gegeben und das Korbtheater Alfred Büttner spielte im kleinen Schloss "Ein Schnabel voller Glück".

Kinderspiele, die Oma und Opa schon kannten, standen beim Internationalen Museumstag auf dem Programm der Museen Obere Saline. Der Vormittag allerdings gehörte bei herrlichem Sonnenschein den erwachsenen Besuchern und Wanderern, die zur Musik der Rhöner Spräublöaser hier eine kurze Rast einlegten. Rechtzeitig zum Internationalen Museumstag war im Spielzeugmuseum mit japanischem Kinderspielzeug für das kommende halbe Jahr eine neue Attraktion geschaffen worden.

Auch das John-Bauer-Museum und das Heimatmuseum in Ebenhausen beteiligten sich am Internationalen Museumstag. "Spezialität" des John-Bauer-Museums mit seinen vielen Zeichnungen von Trollen und Waldgeistern des einstmals in Ebenhausen gebürtigen John Bauer sind geführte Museumsbesuche mit anschließender Wanderung in die "Troll-lige Riedelgrube". Verkleidet als Trolle oder Prinzessinen lernten so die Kinder nicht nur etwas über einen vor allem in Skandinavien bekannten Ebenhäuser Künstler, sondern erfuhren auf elf Stationen in der ehemaligen Lehmgrube auch viel über die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Das vom Ebenhäuser Heimatverein betriebene Museum gibt einen Einblick in die jüngere Geschichte Ebenhausens. Viele Bürger haben hierfür ehemaligen Hausrat, zum Teil ganze Werkstätten dem Verein überlassen, so dass in einem Haus nicht nur die Zeit um 1900 dargestellt wird, sondern es finden sich auch noch eine fast komplett erhaltene Schmiede mit Esse, eine Schreinerei und eine Schusterwerkstatt unter einem Dach.
Auch in Nüdlingen freute sich Museumsleiter Johann Göbbel über das große Interesse von Jung und Alt an den Ausstellungsstücken und gab bereitwillig Auskunft. kpr/kwv/ksta

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