Bad Kissingen
Begeisterung

In Bad Kissingen auf der Vespa in die 1950er-Jahre

Das Konzert zum zehnjährigen Jubiläum des Vereins der Freunde und Förderer "Rakoczy-Fest" reißt alle von den Sitzen.
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Fürst Rakoczy war mit Erika Burger auf der Vespa unterwegs. Foto: Anna Krug
Fürst Rakoczy war mit Erika Burger auf der Vespa unterwegs. Foto: Anna Krug
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Das Jubiläumskonzert im Stil der 1950er-Jahre mit Jailhouse Rock, Sugar Baby, Itsy-Bitsy-Teenie-Weenie, mit bombastischer Stimmung, bei Wein, Käse, herzhaften Leckereien und hausgemachtem Kuchen stieg im nostalgisch dekorierten Tattersall. Im Zentrum des Geschehens stand die unvergleichliche Erika Burger, Künstlerin, Sponsorin des Fördervereins seit elf Jahren, künstlerische Leiterin und Glanzpunkt der Veranstaltung.

Viele Jahre fanden die Konzerte im Palmenhaus der Kurgärtnerei statt. Mit ausdrucksstarken und individuellen Interpretationen von Evergreens wie "Caprifischer" oder "Quando, Quando" und Buona Sera...." riss Erika Burger die "Generation über 50" von den Stühlen. Burger erwies sich auch immer als Förderin junger Talente, was genau in das Bad Kissinger Konzept "Musik- und Kulturlandschaft" passt. Angesichts des jahrelangen Erfolges wäre es wünschenswert, derartige Veranstaltungen fortzusetzen.


Funke springt sofort über

In diesem Jahr brachte sie die Gruppe "Musketessen" mit: drei hübsche junge Damen, Anne Im, Luise Schlingmann, Nur Yildirim - alle drei ausgebildete Musical-Darstellerinnen mit sehr ausdrucksstarken Stimmen - und ein junger Schauspieler, Jan Diekmann. Alle Künstler schafften es, dass der Funke vom ersten Lied an auf das Publikum übersprang. So manchem Zuhörer trieben Lieder wie "Heißer Sand", "Ich will keine Schokolade" oder "Love me tender" Tränen in die Augen - es war schon eine schöne Zeit.

Der Petticoat durfte natürlich nicht fehlen. Begeisterter Applaus und der Ruf nach Zugaben ertönte im ausverkauften Tattersall.


Stichworte zur damaligen Zeit

Anna Krug führte in gewohnter Weise souverän durch das Programm und versetzte die Zuhörer mit einigen Schlagworten in die damalige Zeit zurück. Beispielsweise Bad Kissingen ohne Fußgängerzone, keine Selbstbedienungsläden, die Stadtpolizei noch im Alten Rathaus und vieles mehr. Nach der Pause kamen alle Helferinnen und Helfer vor die Bühne und brachten Erika Burger anlässlich ihres Geburtstages ein Ständchen und überreichten eine Torte.


Fürst unterstützt Quellenkönigin

Prinzregent Luitpold alias Peter Krug, 1. Vorsitzender des Vereins, grüßte "sein Volk", dankte allen Sponsoren, Helferinnen und Helfern. Als Vertreter der Stadt Bad Kissingen dankte Bürgermeister Thomas Leiner mit einem Grußwort - wenn auch nach seiner Meinung eine Festrede angebracht gewesen wäre - für das Engagement und die finanzielle Unterstützung durch die Sponsoren und Vereinsmitglieder. Nur so können Anschaffungen, wie Uniformen, Kostüme, Fahnen und Kutschen für das Rakoczy-Fest getätigt werden. Er wünschte noch viele weitere zehnjährige Jubiläen. Fürst Rakoczy gab sich ebenfalls die Ehre und nutzte die Gelegenheit, die amtierende Quellenkönigin Martina I. bei der Übergabe ihres Amtes an die künftige Quellenkönigin Victoria I. zu unterstützen.


Fortsetzung erwünscht

Am Schluss des Konzertes waren sich Besucher, Helfer und die Organisatoren einig, das war bisher das schönste Konzert. Alle wünschten sich eine Fortsetzung, denn die Einnahmen des Konzerts fließen komplett in die Finanzierung des historischen Teils des Rakoczy-Festes.

Übrigens Fürst Rakoczy wurde von einem Team des Bayerischen Fernsehens, im Rahmen des Projektes 24 Stunden Bayern begleitet, und so wurden auch Teile des Konzertes aufgezeichnet. Am 3. Juni 2017 werden die Aufzeichnungen im Fernsehen zu sehen sein unter: 24 Stunden Bayern.



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