Arnold Nöth, der seit 30 Jahren Vorsitzender ist, ist mit dem Engagement seiner Leute sehr zufrieden. Schon seit einigen Jahren treten sie in Bad Bocklet auf. Dabei ist nicht nur das Programm abwechslungsreich, auch die Darsteller entstammen allen Altersschichten. "Heute ist der jüngste, der auf der Bühne mitmacht, 16 Jahre alt, die älteste 87", erzählt Nöth. Auch durch alle Berufsschichten geht die Begeisterung für die fränkische Lebensart - vom Fabrikarbeiter bis hin zum Archäologen reicht hier die Palette der Darsteller.

Seit Mitte der 70er Jahre richtet der Sängerkranz Heimatabende aus. "Die traditionelle Musik und Tanz sollen aufrecht erhalten werden, auch die fränkische Mundart wollen wir bewahren", ergänzt Nöth. Dabei würden die fränkischen Eigenarten durchaus auf die Schippe genommen, was im Publikum gut ankomme. "Kein Abend ist wie der andere - ja nach Laune und Stimmung werden andere Gedichte und Geschichten erzählt, man muss hierfür ein Händchen haben." Improvisation sei sehr wichtig.

Der gemischte Chor des Sängerkranzes hatte eine musikalische Reise durch Franken vorbereitet. Zünftig spielte die Volksmusikgruppe mit einem Schneider-Schottisch und einer Mazurka auf, bevor die Flötengruppe auf der Bühne stand. Auch der Alemanne, ein ursprünglich deutscher Tanz, wurde von ihnen gekonnt in Szene gesetzt.
Beim Fränkischen Abend durfte auch die Akkordeongruppe nicht fehlen, die mit einer Mazurka, einem Walzer und einem Schottisch unterhielt. Ihr Können stellte die Volkstanzgruppe unter Beweis, die unter anderem mit einer Kreuzpolka und dem Bändertanz für Akzente sorgte. "Der Bändertanz wird in jedem Jahr am 1. Mai in Reichenbach aufgeführt", erklärt Nöth. Allerdings seien die Bänder dort zehn Meter lang. Sein Handwerk verstehen müsse man, wenn man sich um den Baum versammle: "Fehler darf man sich da keine erlauben. Eine falsche Bewegung, und ein Knoten wäre die Folge." Schließlich präsentierte der gemischte Chor ein Wanderliedpotpourri, bei dem auch das Publikum kräftig mitsang.