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Nüdlingen
Tag der offenen Tür

Ideen zur Nutzung gäbe es schon

Das "Müller-Haus" in Nüdlingen ist denkmalgeschützt und steht schon lange leer. Es könnte aber vielfältig genutzt werden. Edgar Thomas und Birgitt Waldner haben sich Gedanken gemacht.
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Viele Besucher kamen beim Tag der offenen Tür zum "Müller-Haus" in Nüdlingen. Foto: Arthur Stollberger
Viele Besucher kamen beim Tag der offenen Tür zum "Müller-Haus" in Nüdlingen. Foto: Arthur Stollberger
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Groß war das Interesse, sich beim Tag der offenen Tür das seit Jahren leerstehende, denkmalgeschützte "Müller-Haus" in der Kissinger Straße anzusehen. Junge und ältere Bürger, auch ehemalige Bewohner des Anwesens, kamen in Scharen. Sie hatten gehört, dass sich eine Gruppe von Bürgern, unter ihnen zweiter Bürgermeister Edgar Thomas und Gemeinderätin Birgitt Waldner, bereits seit zwei Jahren mit dem Gedanken tragen, aus dem kleinen
Häuschen und den früher landwirtschaftlich genutzten Nebengebäuden ein kulturelles Zentrum zu entwickeln.


Ausstellungen und Basar

Bei Kaffee und Kuchen wurden viele Ideen vorgestellt und darüber diskutiert. Anregungen für eine Nutzung gab es viele: Die Räumlichkeiten könnten für Ausstellungen Nüdlinger Künstler oder für Fotoausstellungen genutzt werden; im Gewölbekeller sind Möglichkeiten für Weinproben gegeben; altes Handwerk könnte Kindern einen Blick in die Vergangenheit bieten. Weiterhin sind eine Krippenausstellung, ein Weihnachtsbasar, eine Pflanzentauschbörse, sowie Seminare zur Umweltbildung und zu Heilkräutern angedacht.
Edgar Thomas und Birgitt Waldner zeigten sich über die Bereitschaft von etwa 15 Bürgern begeistert, die an dem Arbeitskreis Müller-Haus mitwirken wollen. Eine Voraussetzung fehlt allerdings noch: Das Anwesen Kissinger Straße 28 gehört noch nicht der Kommune. Beim Tag der offenen Tür sah man zwar Bürgermeister Hofmann und den Eigentümer im Gespräch; ein schnelles Ergebnis zeichnete sich nicht ab. Birgitt Waldner zeigte sich enttäuscht und ungeduldig. Immerhin habe das Denkmalschutzamt das Anwesen besichtigt und es als "erhaltenswürdig" eingestuft.
Optimistischer ist Eddi Thomas gestimmt. Wie bei Birgitt Waldner steht seine ganze Familie hinter der kulturellen Zielsetzung. Er freute sich zum Beispiel, dass Ernst Müller, um dessen Elternhaus es geht, von Bad Kissingen aus einen Besuch machte.
Mehrere, vor allem ältere Bürger, zeigten jedoch auch deutlich ihre Skepis, ob sich die angedachte Nutzung des Anwesens verwirklichen lässt. Albert Hofmann, ein hochbetagter Baufachmann, sieht keine Zukunft für das Müller-Haus. Als Jugendlicher hatte er sich häufig darin aufgehalten. Gottfried Wilm sah es anders: "Ich bin sehr dafür, dass man so etwas erhält. Aber es gibt viel zu tun."
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