Bad Kissingen
Weihnachtsbeleuchtung

Hoher Aufwand für alte Lichterketten

Die veraltete Weihnachtsbeleuchtung steht in der Kritik. Pro Bad Kissingen wollte im Vorfeld provisorisch Abhilfe schaffen. Das scheiterte am hohen Aufwand.
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In die Jahre gekommen: Die Beleuchtung am Marktplatz.  Foto: C. Schmitt
In die Jahre gekommen: Die Beleuchtung am Marktplatz. Foto: C. Schmitt
Die Weihnachtsbeleuchtung in Bad Kissingen steht in der Kritik, sie ist in die Jahre gekommen und unansehnlich. Eine Ersatzbeschaffung ist zwar notwendig, wird aber seit zwei Jahren von der Werbegemeinschaft vor sich her geschoben. Am schlechtesten ist der Zustand am Marktplatz, dort ist die Beleuchtung am ältesten. Dort habe man dieses Jahr provisorisch Abhilfe schaffen wollen, so der Vorsitzende von Pro Bad Kissingen, Heiko Grom. "Wir arbeiten ständig an Verbesserungen", betont er. Die Werbegemeinschaft habe die Stadtwerke gebeten, am Marktplatz die grünen Dekozweige zu entfernen und die Lichterketten blank aufzuhängen. Warum die grünen Dekoelemente trotzdem hängen, entziehe sich seiner Kenntnis. "Mir wäre es lieber, sie wären unten", sagt Grom.

Die Stadtwerke antworten auf Nachfrage, dass der Wunsch von Pro Bad Kissingen sechs Wochen vor Aufbautermin und damit zu kurzfristig geäußert wurde. "Die Girlanden sind sehr aufwendig und kompakt mit dem Drahtseil verbunden. Die entsprechenden Überspannungen hätten alle ausgepackt, einzeln zerlegt und wieder eingepackt werden müssen", erklärt Joachim Mäutner, Bereichsleiter für die Technik. Wegen des hohen Zeitaufwandes und aufgrund der hohen Auslastung der Stadtwerke konnte der Wunsch von Pro Bad Kissingen nicht umgesetzt werden.

Für die Stadtwerke ist das Aufhängen ohnehin mit großem Aufwand verbunden. Sieben Mitarbeiter sind bis zu elf Arbeitstage mit Auf- und Abbau beschäftigt. "Da ist vom Abholen der verpackten Ketten, der Symbole, Stecker und Zuleitungen bis zum Auf- und Abbau des fahrbaren Gerüsts alles enthalten", sagt Mäutner. Die Beleuchtung brennt täglich 13 Stunden von 12 Uhr mittags bis 1 Uhr nachts. Am 9. Januar beginnen die Mitarbeiter der Stadtwerke mit dem Abbau.

Der Aufwand soll sich mit der möglichen neuen Beleuchtung verringern. "Unser Ziel ist ein modulares System, das für viele Anlässe einsetzbar ist. Die Grundbeleuchtung bleibt ganzjährig hängen und nur die Anlass bezogenen Motive werden dazugehängt", erklärt Grom. Das spare nicht nur Arbeitszeit beim Auf- und Abbau, sondern auch Energie durch moderne LED-Leuchten. Mit einer neuen Festbeleuchtung würden alle Feierlichkeiten, vom Lichterglanz über das Wein- bis zum Rakoczyfest abgedeckt. Die Pläne für die Neuanschaffung liegen seit 2014 in der Schublade, Pro Bad Kissingen will mit der Investition allerdings abwarten, bis von der Stadt ein Beleuchtungskonzept für die Fußgängerzonensanierung vorliegt.
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