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Bad Kissingen
Rhön-Konzert

Heimat kann man hören

Im Großen Saal erklang eine musikalische Liebeserklärung an das Land der offenen Fernen.
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Lieder über die Rhön: Im Großen Saal sangen und musizierten der JuLifa-Chor und Instrumentalisten unter der Leitung von Burkhard Ascherl. Foto: Peter Klopf
Lieder über die Rhön: Im Großen Saal sangen und musizierten der JuLifa-Chor und Instrumentalisten unter der Leitung von Burkhard Ascherl. Foto: Peter Klopf
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"Ich weiß basaltene Bergeshöhn im Herzen der deutschen Gauen, nicht riesenhoch, doch bezaubernd schön, möcht immer und immer sie schauen. Und kennst du die herrlichen Berge nicht, gehorche dem Freunde, der zu dir spricht: Zieh an die Wanderschuh und nimm den Rucksack auf und wirf die Sorgen ab, marschier zur Rhön hinauf." Wenn der als spröde verschriehene, bodenständige "Frangge" auf seine Heimat angesprochen wird, kehrt er voller Stolz sein Inneres nach
außen und beschreibt in Worten und Musik sein Geburtsland. Zu Franken gehören die Bezirke Oberfranken, Unterfranken und Mittelfranken, der nordöstliche Bereich der Region Heilbronn in Baden-Württemberg sowie das ebenfalls ostfränkischsprachige Gebiet Südthüringen bis Erfurt, kleinere Teile Hessens und natürlich die Rhön. Diese Region zeichnet sich besonders durch kulturelle und sprachliche Eigenheiten aus.


In Heimatabenden gesammelt

In vielen Heimatabenden sammelte der Moderator und Gesangssolist Rudolf Gerr Rhönlieder, die er nun unter dem Motto "Rhönliedkonzert" im Großen Saal des Regentenbaus vorstellte. Es wirkten dabei mit: der JuLifa-Chor Bad Kissingen, das Bad Kissinger Streicherensemble, Ute Stibor (Klavier) und als Solisten Brigitte Ascherl (Sopran), Katrin Edelmann (Alt), Rudolf Wurm (Tenor) und Rudolf Gerr (Bass-Bariton).Die musikalische Leitung hatte Stadtkantor Burkhard Ascherl, der die vierstimmigen Chorsätze für die Mitwirkenden arrangiert hatte.


Aucb weniger bekannte Weisen

In einer gelungenen Symbiose zwischen Chor und Musikern erklangen so bekannte Lieder wie das "Rennsteig-Lied" oder das "Kreuzberglied", aber auch weniger bekannte Weisen wie "Wenn Blumen und Bäume im Jahre blüh"n" oder "Herr, du schufst das Rhöner Land." Man muss den Mitwirkenden großes Lob zollen, obwohl man einige Lieder bereits kannte, interpretierten sie diese doch neu und in einer Weise, die das Herz berührte. Sie vermittelten dem Zuhörer den Eindruck, dank ihrer Auslegung das Rhöner Lied neu zu entdecken.


Liebeserklärung an die Region

Brillant in der Ausführung zeigten sich der JuLifa-Chor und die Solisten als ausgezeichnete Vertreter des fränkischen Kulturgutes. Eine innige Liebeserklärung an die heimische Region entstand, die mit ihrem sinnlichen, romantischen Gesang große Emotionen bei den Zuhörern entfachte. Auch die Moderationen von Rudolf Gerr waren Ausdruck einer tiefen Liebe zum fränkischen Liedgut.

Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel als Schirmherr der Veranstaltung sagte bei seinem Grußwort: "Es braucht Visionen und Menschen, die diese umsetzen. Ich bin begeistert von der fränkischen Volksmusik. Sie ist kraftvoll, urwüchsig, bodenständig und immer wieder aufs Neue schwungvoll. Die Notenhefte sind alt - die Musik ist aber zeitlos und jung." Grußworte überbrachten auch der Präsident des Rhönklubs Jürgen Reinhardt (Fulda) und Alfred Schrenk (Wildflecken) als Vertreter des Landkreises Bad Kissingen.


Langer Applaus zum Schluss

Ein wunderbares Konzert, das begeisterte. Zur musikalischen Liebeserklärung würde der "Frangge" in seiner kurzen, prägnanten Art sagen: "Basst scho!" Das fanden auch die Zuhörer, die mit langem Applaus denAkteuren dankten.

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