Reiterswiesen

Gute Spürnasen können ums Eck riechen

Der Gebrauchs- und Schutzhundeverein Reiterswiesen hatte Prüfungstag.
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Peter Fiedler mit seinem Kleinen Münsterländer Apollo. Mit großer Konzentration erledigten die beiden die ihnen gestellten, nicht ganz einfachen Aufgaben beui der Prüfung. Foto: Cordula Karg
Peter Fiedler mit seinem Kleinen Münsterländer Apollo. Mit großer Konzentration erledigten die beiden die ihnen gestellten, nicht ganz einfachen Aufgaben beui der Prüfung. Foto: Cordula Karg
Herbstzeit ist Prüfungszeit im Gebrauchs- und Schutzhundeverein Bad Kissingen. Auch dieses Jahr fand wieder eine Leistungskontrolle der Trainingsarbeit der letzten zwölf Monate statt. 16 Mensch-Hund-Teams stellten sich dieser Herausforderung.

Um 8 Uhr startete Leistungsrichter Dieter Amend den Prüfungstag mit dem schriftlichen Sachkundenachweis, bei dem vier Vereinsmitglieder ihr Wissen rund um den Hund unter Beweis stellen mussten und den Test erfolgreich meisterten.
Der Sachkundenachweis ist die theoretische Voraussetzung für Prüfungen und Wettkämpfe im Hundesport. Die praktische Voraussetzung ist die Begleithundprüfung mit Verhaltenstest (BH/VT).

In der zweigeteilten Prüfung wird zum einen der Grundgehorsam des Hundes in fünf Einzelübungen geprüft. Im zweiten Teil, dem Verkehrsteil, wird das Verhalten des Hundes in der Öffentlichkeit beurteilt. Hier richtet der Leistungsrichter besonderes Augenmerk auf die Reaktionen des Hundes gegenüber anderen Fußgängern, Joggern oder Radfahrern.

Neun Teams waren erfolgreich

Von den zwölf Teilnehmern, die mit ihren Hunden ihr Können präsentierten, konnten sich am Ende des Tages neun Teams über die Gratulation von Leistungsrichter Dieter Amend zur bestandenen Begleithundprüfung freuen: Juliane Koy mit ihrer Labrador-Boxermischlingshündin Laika, Winfried Ziegler mit seiner Berner Sennenhündin Finnie, Patrizia Knüttel mit ihrem Boxer Oskar, Christine Heim mit ihrer Zwergschnauzerhündin Pauline, Michael Fiedler mit seinem Kleinen Münsterländer Apollo, Christa Schwaab mit ihrem Havanneser Emil, Rainer Rappat mit seiner Beaglehündin Lucy, Stefanie Mühlhaus mit ihrem Cocker-Labradormix Sepp und Peter Romais mit seinem Terriermix Max.

Das man auch mit über 70 Jahren noch Hundesport betreiben kann, zeigte der Gebrauchshundeobmann des Vereins, Peter Gehring. Er stellte sich mit seinem Kleinen Münsterländer Jack der sogenannten Unterordnungsprüfung 1. Der Schwierigkeitsgrad liegt um einiges höher als bei der Begleithundprüfung, da hier der Hund ohne Leine geführt wird und noch zusätzliche Aufgaben wie das Bringen eines Apportierholzes über eine 1-Meter-Hürde oder eine 1,80 Meter hohe Schrägwand schaffen muss. Die Beiden beendeten ihre Vorstellung mit 65 von 100 möglichen Punkten.


1200 Schritte und sechs Winkel

Die beiden Teams Jörn Ewert mit Cocker-Spaniel Fiodor und Steffen Schubert mit Labradorhündin Sally starteten in der Fährtenhundprüfung Stufe 1, der Königsklasse im Bereich Fährtenarbeit. Die Aufgabe, auf einer Distanz von 1200 Schritten, gespickt mit sechs Winkeln, insgesamt vier Gegenstände anzuzeigen, wurde von beiden Teams souverän angegangen und beide Hunde führten ihre Menschen zielsicher über das Wiesengelände. Das Team Schubert/Sally beendete die Prüfung mit einer guten Leistung (83 Punkte/100), das Team Ewert/Fiodor mit einer befriedigenden Leistung (76 Punkte). Gerade bei der Fährtensuche, die dem Hund eine enorme Ausdauer und Konzentration abverlangt, zeigt sich die spannende und oft auch unkalkulierbare Seite des Hundesports. Denn man arbeitet hier nicht mit einem beliebigen Sportgerät, sondern mit einem sensiblen Lebewesen zusammen, das auf seine ganz eigene Art Stimmungen und Einflüsse empfindet und entsprechend darauf reagiert.
Bei der Siegerehrung zog Vorsitzender eine höchst positive Bilanz. red


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