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Bad Kissingen
Kirche

Gottes Wort vom Fernsehpfarrer

Pfarrer im Ruhestand Andreas Knüpffer betreut die evangelischen Christen in Bad Kissingen und Bad Bocklet in der Urlaubszeit - und erinnert sich dabei an Jugendabenteuer.
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Pfarrer i.R. Knüpffer segnet die Gläubigen beim Begrüßungsgottesdienst in der Erlöserkirche  Foto: Werner Vogel
Pfarrer i.R. Knüpffer segnet die Gläubigen beim Begrüßungsgottesdienst in der Erlöserkirche Foto: Werner Vogel
Bad Kissingen — Die Ankündigung im Gemeindebrief der evangelischen Kirchengemeinde hatte ihre Wirkung nicht verfehlt. Der Sonntagsgottesdienst war so gut besucht, wie sonst nur an kirchlichen Hochfesten. Die Gläubigen füllten erwartungsfroh die Bänke der Erlöserkirche, um Andreas Knüpffer als Urlaubspfarrer wiederzusehen. Der kündete dann auch eine intensive Begegnung mit den Gemeinden in Bad Kissingen und Bad Bocklet an, auf die er sich freue: "Nein, Urlaub ist das nicht", verriet der engagierte Ruheständler bei der persönlichen Verabschiedung am Ende des Gottesdienstes an der Kirchentür. Vorträge, Meditation, Abendmahl, Gottesdienste und Andachten wechseln sich ab. 23 Termine hat Andreas Knüpffer in seinen Kalender für die nächsten vier Wochen eingetragen. Die evangelischen Gemeinden können sich auf einen gebildeten und weitgereisten Geistlichen freuen.

Wurzeln in Schweinfurt

Seine fesselnden Predigten hören Gläubige von den Nordseeinseln bis nach Garmisch-Partenkirchen, aber auch von Kreta bis nach Teneriffa. Er kommt gerne nach Franken, besonders in die Fränkische Schweiz und "sehr gerne wieder in die Kurstadt", wo er schon zweimal als Urlaubsvertretung wirkte. "Meine Wurzeln sind in Schweinfurt, mit dem Namen Knüpffer verbinden viele Frauen die dortige Klinik", sagt er. "An Bad Kissingen erinnert mich auch ein Jugendabenteuer, als ich mit dem Fahrrad ins Terrassenschwimmbad gefahren, nur ganz kurz geschwommen und gleich wieder nach Schweinfurt zurückgefahren bin".
Als Dekanatsjugendpfarrer in München wurde er gern "der Radlpfarrer von Bayern" genannt, weil er sich unkonventionell und unkompliziert der Gedankenwelt Jugendlicher nähern konnte. Sein Zusatzstudium als Sozialpädagoge befähigte ihn für Projekte mit aggressiven Jugendlichen, Rockern und auch behinderten Jugendlichen.

Im Rampenliche und stille Zeiten

Die Tätigkeit als Pfarrer der KZ-Gedenkstätte in Dachau vor den Augen der Öffentlichkeit prägte den Geistlichen ebenso wie die stille Zeit mit Senioren der evangelischen Gemeinde an der Costa Blanca in Spanien.
Zweimal war er auch als Fernsehpfarrer im ZDF zu erleben und will seine damaligen Erfahrungen an Pfarrer Wolfgang Ott weitergeben, der mit Kirchenmusikdirektor Jörg Wöltche am 23. November den Fernsehgottesdienst in der Erlöserkirche von Bad Kissingen gestalten wird.
Auch nach seinem offiziellen Ruhestand sucht er neue Herausforderungen, bleibt er den Menschen nahe und verkündet rastlos die frohe Botschaft. Jetzt freut sich der jung gebliebene Kosmopolit, der seine Zelte derzeit in Berlin aufgeschlagen hat, "auf die wunderschöne Stadt mit ihrem herausragenden Kulturangebot und auf das beschauliche Bocklet".
Er begrüßt den ehemaligen Pfarrer Johannes Münderlein sehr herzlich, reicht allen Gäubigen die Hand und meint "Es ist schön, alte Bekannte zu treffen, ich bin aber auch immer noch bestrebt neue Gesichter zu sehen".

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