Bad Kissingen
Spielbankfest

Glücksspiel für einen guten Zweck

Beim traditionellen Sommerfest der Bad Kissinger Spielbank verkauften prominente Bürger Jetons, die man bei allen möglichen Aktivitäten und Spielen einlösen konnte.
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Auch Roulette konnten die Besucher des Spielbankfests ausprobieren.   Fotos: Peter Rauch
Auch Roulette konnten die Besucher des Spielbankfests ausprobieren. Fotos: Peter Rauch
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Die "alten Hasen" beim Spielbankfest erkennt man schon von weitem: ein strategisch wichtiger Platz, möglichst im Schatten, da, wo fast alle vorbei müssen und eine junge, hübsche Dame, "einen Hasen, oder besser ein Häschen" an der Seite. Gut macht sich zudem eine auffallende Kopfbedeckung wie Hut oder Sombrero, damit man wirklich nicht übersehen wird. Solch ein "alter Hase" ist Oberthulbas Alt-Bürgermeister Gerhard Adam.
Seit Jahren ist er, wie auch Schirmherrin Karin Renner, Ex-MdB Eduard Lintner, Kreisrätin Magdalena Dünisch und viele, viele weitere prominente Kissinger dabei, wenn es darum geht beim Spielbankfest Jetons für einen guten Zweck zu verkaufen. Während andere durch Reihen und Gassen laufen, "behauptet" Adam seinen Platz am Ende des Hochwassersteges - von zwei, von drei Seiten kommen die Besucher hierher und keiner kommt an dem Charmeur mit dem Strohhut vorbei, ohne dass er von ihm oder seiner ebenso charmanten Begleiterin angesprochen wird.
Adam und all die anderen verkaufen an diesem Tag Jetons für einen guten Zweck, und wer nicht unbedingt Bier oder Bratwurst möchte, kann an diesem Tag mit dem blauen "Stücken" wie sie in der Fachsprache genannt werden, an so gut wie jedem Stand "einkaufen". 50 Cent kostet solch ein Stück, für das sogar Josef Müller, Vizepräsident der Staatlichen Lotterieverwaltung mit dem Topf und einer ebenso jungen wie hübschen Dame umhergeht. Mit 50 Cent ist man dann dabei bei: einmal Glücksrad zu drehen, beim Poker oder sogar beim Roulette mitzufiebern.
Der Gast bekommt Werbegeschenke, die meist den Wert des Einsatzes übertreffen, oder bekommt an den Ständen Fröbelsterne, abwaschbare Tatoos, darf auf Dosen werfen, an Geschicklichkeitsspielen teilnehmen oder, gegen Einlösung von zwei Jetons, also umgerechnet einem Euro, auf dem Wasserwachtboot mitfahren. Und genau das "Böötlefahren" erwies sich wieder einmal als Renner.
Wie alle anderen Aktionen auch geht der Erlös des Spielbankfestes, das heuer auch mit dem 60-jährigen Bestehen des Kissinger Casinos zusammenfällt, wiederum an einige caritative Einrichtungen im Landkreis.
Die zu gleichen Teilen Begünstigten sind in diesem Jahr die Lebenshilfe Hammelburg e.V., die Aktion Patenkinder und die Deutsche Knochenmarkspende (DKMS).

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