Bad Kissingen
Bauprojekte

Gleich zwei Bad Kissinger Kliniken wollen erweitern

In Bad Kissingen wird gebaut. Mehrere Projekte kündeten im Bauausschuss von größeren Investitionen. So plant die Klinik Bavaria einen sechsstöckigen Erweiterungsbau.
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Der Bauausschuss genehmigte einen sechsstöckigen Erweiterungsbau für die Klinik Bavaria. Foto: Thomas Mäuser
Der Bauausschuss genehmigte einen sechsstöckigen Erweiterungsbau für die Klinik Bavaria. Foto: Thomas Mäuser
Im dem 26 Meter langen Gebäudetrakt der Klinik in der Von-der-Tann-Straße werden 54 neue Betten untergebracht. Der Bauausschuss sah keine Probleme. Die Nutzung entspreche dem Bebauungsplan Sondergebiet Kurgebiet, der Neubau werde dem Erscheinungsbild des bestehenden Baukörpers angepasst. Die neun nötigen Stellplätze sind vorhanden.
Auch den anderen Baugesuchen, die zur Genehmigung vorlagen, stimmte der Bauausschuss zu.
So dem Abriss eines Gebäudes in der Gartenstraße mit anschließendem Neubau eines Wohnhauses mit acht Wohneinheiten für Menschen mit Behinderung. Bauherr ist die Stoffel-Haus-Stiftung. Da die künftigen Mieter samt und sonders keinen Führerschein besitzen und nur Parkflächen für Betreuer und eventuell Besucher nötig sein werden, sind nach Auffassung der Verwaltung und des Bauausschusses vier statt der sonst üblichen acht Stellplätze ausreichend. Die Lage der Stellplätze im Vorgartenbereich sei hier städtebaulich verträglich, so dass eine Abweichung von der Gestaltungssatzung möglich ist.


Wohnung statt Hotel

Auch die Deegenberg-Klinik hat ein Baugesuch vorgelegt. Geplant ist ein Verbindungsbau zwischen den freistehenden Gebäuden 3 bis 5. In einem eingeschossigen Zwischenbau wird die physiotherapeutische Abteilung untergebracht, außerdem wird das Schwimmbad erweitert. Die Zahl der Betten wird mit dieser Baumaßnahme nicht erweitert.
Ein ehemaligen Hotel in der Schönbornstraße wird zu einem Wohngebäude mit acht Wohnungen umgenutzt. Dafür werden das bis jetzt noch nicht genutzte Dach ausgebaut und der angebaute Speisesaal abgerissen. Der Bauausschuss hatte keine Einwände, da das Gebäude außerhalb des Sondergebiets Kurgebiet liegt. Genehmigt wurde auch der geplante Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage in der Parkstraße. Die Pläne sprechen von einem fünfgeschossigen Gebäude mit zwei Penthäusern und insgesamt 22 Wohneinheiten.


Kein neuer Bebauungsplan

Nicht gebaut werden wird dagegen im Bereich des geplanten Bebauungsplanes "Kiefernstraße" in Reiterswiesen. Nachdem die Anlieger mit verschiedenen Varianten bekannt gemacht und abgefragt worden waren, hat sich laut städtischem Bauamt herausgestellt, dass nur ein einziger der Anlieger Interesse hat. Deshalb sieht die Stadt keien Basis dafür, das Bebauungsplanverfahren weiterzuführen. Die Stadt könne es sich nicht leisten, unter hoher Kostenbeteiligung ein Baugebiet zu erschließen, das dann brach liegt. Zumal der Bedarf an Baugrundstücken in Reiterswiesen auf Jahre hinaus gedeckt sei.
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