Langenleiten

Generationenwechsel bei Bäckerei und Lebensmittelmarkt Metz

Mit Monika Söder und Ella Endres gehen zum Jahresende zwei langjährige Mitarbeiterinnen des Bäckerei- und Lebensmittelmarktes Metz in den Ruhestand. Monika Söder war 48 Jahre, Ella Endres 43 Jahre im Hause Metz beschäftigt. Es war für bei stets mehr als "nur" eine Arbeitsstelle.
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Monika Söder (zweite von links) geht nach 48 Jahren und Ella Endres (zweite von rechts) nach 43 Jahren im Bäckerei- und Lebensmittelmarkt Metz in den Ruhestand. Es danken für das langjährige außergewöhnliche Engagement Wolfgang (links) und Brigitte Metz (rechts). Foto: Marion Eckert
Monika Söder (zweite von links) geht nach 48 Jahren und Ella Endres (zweite von rechts) nach 43 Jahren im Bäckerei- und Lebensmittelmarkt Metz in den Ruhestand. Es danken für das langjährige außergewöhnliche Engagement Wolfgang (links) und Brigitte Metz (rechts). Foto: Marion Eckert
"Ich war immer wie eine Tochter. Es ist meine Familie", erzählt Monika Söder, die mit 14 Jahren "in den Dienst" eingetreten ist. Die gebürtige Langenleitenerin hatte direkt nach der Schule bei Hugo Metz, dem Sohn des Firmengründers, ihr Arbeitsleben begonnen und ihre gesamte Arbeitszeit bis zum Eintritt ins Rentendasein im Bäckerei- und Lebensmittelmarkt verbracht. Insgesamt arbeitete sie mit drei Generationen der Familie Metz zusammen.

Ella Endres war bei den Kunden besonders wegen ihrer offenen und freundlichen Ansprache sehr beliebt. Auch sie war ein fester Bestandteil des Teams der Filiale in Sandberg.
Nach so viele Jahrzehnten nun in den Ruhestand zu gehen, das falle nicht leicht, darüber sind sich die beiden Kolleginnen einig. Noch gut können sie sich an ihrer erste Jahre im Hause Metz erinnern.
"Der Laden war viel Kleiner, hatte nur ein Viertel der heutigen Fläche", erzählt Ella Endres. Auch das Sortiment sei kleiner gewesen, Konserven spielten kaum eine Rolle, Obst und Gemüse hatten die Langenleitner im Garten.


Brotmarken

Dafür gab es Brotmarken, wohl bis Mitte der 70er Jahre. Die Langenleitner brachten ihr Getreide zum Bäcker Metz, er es sammelte und zur Mühle gab. Je nach der Menge des abgelieferten Getreides gab es Gutscheine für Brote. Lediglich der Backlohn war dem Bäcker zu zahlen.
Auch war die Auswahl an Bäckereiprodukten deutlich kleiner, Brot, Brötchen und ein süßes Gebäck wurden angeboten. Tiefkühltruhen und Tiefkühlkost gab es im den ersten Jahren noch keine.
Dafür gingen Textilien früher sehr gut, wie auch Wolle, Haushalts- und Kurzwaren. "Früher wurden die Weihnachts-, Geburtstags- und Hochzeitsgeschenke hier im Laden gekauft", erinnert sich Monika Söder.
Doch Einkaufs- und Konsumverhalten der Langenleitner habe sich geändert und damit auch immer wieder das Sortiment. Alle Neuerungen, alle Erweiterungen und Umbauten haben Monika Söder und Ella Endres stets mitgetragen. Beispielhaft stehe hierfür die Kasse, die anfangs noch per Schreibblock und Kassenschublade geführt wurde. Es folgte die mechanische Registrierkasse und später die elektronische.
"Der Laden war früher mittags nie geschlossen", können sich die beiden Damen noch gut erinnern. Gegessen wurde bei Familie Metz, es musste auch gekocht werden. "Wir haben zur Familie dazu gehört. Weihnachten wurde zusammen gefeiert."
Zum 1. Januar steht außerdem ein Generationenwechsel in der Bäckerei Metz an. Wolfgang Metz übergibt die Bäckerei in Langenleiten an seinen Sohn Thomas, der ab 2016 in vierter Generation den Betrieb leiten wird. Wolfgang Metz verabschiedet sich nach 30 Jahren aus der Chefrolle, die er damals sehr plötzlich nach dem frühen Tod seiner Eltern übernehmen musste. Thomas Metz setzt damit die über 90-jährige Familientradition fort.


Optimistischer Blick in die Zukunft

Wolfgang und Thomas Metz sind sich sicher, dass die Nahversorgung ein zukunftsweisendes Modell ist. "Wir sind ein Zukunftsbetrieb". Der Trend zu immer größeren Märkten auf der grünen Wiese sei ihnen durchaus bewusst, doch stellen sie gerade in den letzten Jahren ein Umdenken der Menschen fest. "Die Kunden schätzen das handwerkliche Produkt, die Regionalität und die persönliche Ansprache."




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