Hassenbach
Brandschutz

Gemeinsinn steht an erster Stelle

Die Hassenbacher Feuerwehr feierte ihr 140-jähriges Bestehen.
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Die Totenehrung am Ehrenmal der Gemeinde war einer der Höhepunkte des Feuerwehrjubiläums in Hassenbach. Foto: Günther Straub
Die Totenehrung am Ehrenmal der Gemeinde war einer der Höhepunkte des Feuerwehrjubiläums in Hassenbach. Foto: Günther Straub
Vereinsvorsitzender Lothar Henz brachte es auf den Punkt: "Gemeinschaftssinn, gegenseitige Hilfe und Kameradschaft - das stand in den 140 Jahren der Feuerwehr immer im Vordergrund. Und dazu haben wir auch gehalten in den schwierigen Zeiten der Weltkriege."
Doch auch von Sorgen sprach der Vorstand. Der Wehr liege der Nachwuchs sehr am Herzen, und sie werbe auch bei der Jugend.
"Doch oft ist es so, dass junge Menschen sich nicht für Vereine und die Gemeinschaft und damit für ein soziales Netzwerk wie die Feuerwehr entscheiden. Viel lieber sind sie oft im digitalen Netzwerk", bedauerte er.
Das Hauptaugenmerk galt am Festsonntag dem Dank. Diakon Ewald Bahn stellte "Leben schützen und erhalten" in den Mittelpunkt des Gottesdienstes. Die Fahnenabordnungen der benachbarten Vereine und viele Ehrengäste kamen in die Hassenbacher Kirche. "Ihr habt 14 Jahrzehnte aufgebaut und gearbeitet und das oft bis an die Grenzen des Möglichen. Für diesen Dienst am Nächsten dürfen wir heute danken. ,Gott zur Ehr‘, hieß es schon bei euren Vorfahren", betonte Bahn.

Kranz niedergelegt

Im Anschluss versammelten sich Vereine und Ortsbürger am Ehrenmal. Nach Gebeten mit Diakon Bahn und unter den Klängen vom "Guten Kameraden", gespielt von den Hassenbacher Musikanten, legten Kommandant Matthias Reuter und Vorstand Lothar Henz ein Kranzgebinde zum Dank an die Gründer und verstorbenen Kameraden nieder.
Gotthard Schlereth lobte die Wehr: "Sie hat die beiden Kriege überstanden und immer als Ziel gehabt, das Gemeinwesen sicherer zu machen und zu schützen." Der Bürgermeister sagte zu, weiter in Aus- und Weiterbildung sowie Ausrüstung zu investieren. "In Hassenbach pflegt ihr eine gute Kameradschaft. Haltet weiter zusammen und bleibt ein gutes Beispiel", forderte Schlereth auf.
Kreisbrandinspektor Peter Sell nannte die Hassenbacher Wehr einen Glücksfall und würdigte "fünf Generationen ehrenamtlicher Arbeit". Zum Brandschutz seien im Laufe der Jahre weitere wichtige Hilfeleistungen hinzugekommen. "Bei allem aber ist die soziale Aufgabe zu sehen. Ohne die Feuerwehren wären wir um vieles ärmer. Besonders, wenn es um Kameradschaft und Geselligkeit geht", unterstrich Sell.

Feier am Gemeindehaus

Das Jubiläum feierten die Hassenbacher drei Tage lang am neuen Gemeindehaus. Lothar Henz dankte den vielen Helfern, unter ihnen auch Schirmherr Bürgermeister Gotthard Schlereth. Am Samstag unterhielt im Festzelt die Musikkapelle Oberthulba die Gäste.
Am Sonntag konnten sich die Besucher nach Festgottesdienst und Frühschoppen bei Sauerbraten und Klößen stärken. Am Nachmittag rauchte auch der Backofen für Zwiebel- und Matteplootz. Am Abend sorgten die Obererthaler Feierabendmusikanten für Stimmung.
Den Ausklang des Festes bildete am Montag das Kesselfleischessen. Dazu spielten die "Rucksackmusikanten" aus Waldfenster auf.
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