Bad Kissingen
Kultur

Geiger Eduard Bering zu Gast beim Kurmusik-Stammtisch

Inzwischen ist es schon fast Tradition: Das Vorstandsteam des Fördervereins Bad Kissinger Kurorchester lädt einen Musiker des Kurorchesters zum Stammtisch in das Kurgarten-Café ein, um ihn, seine Heimat und seinen Werdegang näher kennen zu lernen.
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Geiger, E-Bassist und Arrangeur Eduard Bering spielte mit seiner Gattin Valentine Bering (Cello) und Nelli Lobatschewski (Klavier) beim Kurmusik-Stammtisch.  Foto: Klaus Stebani
Geiger, E-Bassist und Arrangeur Eduard Bering spielte mit seiner Gattin Valentine Bering (Cello) und Nelli Lobatschewski (Klavier) beim Kurmusik-Stammtisch. Foto: Klaus Stebani
Nun war es der Geiger, E-Bassist und Arrangeur Eduard Bering mit seiner Gattin Valentine Bering (Cello) und Nelli Lobatschewski (Klavier), ein eingespieltes Trio mit kasachischen Wurzeln. Die Eröffnung des Abends mit Michail Glinkas "Nocturn", bearbeitet für Trio von Bering selbst, ließ beim Publikum schnell Begeisterung aufkommen.

Die Bildpräsentation des Vorsitzenden Kurt Rieder zeigte den gut 50 Gästen Kasachstan.
Das Land mit einer West-Ost-Ausdehnung von 2500 Kilometern, gut siebenmal größer als Deutschland, verfügt über reiche Bodenschätze wie Öl, Gas, Kohle, Eisen bis hin zu Gold. Berings Geburtsstadt Temirtau mit 160 000 Einwohnern ist eine Trabantenstadt von Karaganda mit 500 000 Einwohnern im Osten Kasachstans. Dort in der Kinder-Musikschule entdeckte "Eddy" Bering seine Liebe zur Musik, lernte Geige und Klavier. "Eddy" erinnert sich an sein Elternhaus in Temirtau. Im Dachgeschoss wohnte der Industriearbeiter Nursultan Nasarbajew mit seiner Ehefrau Sara, die gelegentlich zu seiner Mutter ins Erdgeschoss kam, wenn ein Ei fehlte oder das Salz zu knapp war. Heute ist Nasarbajew Präsident Kasachstans.

In Bands und Orchestern

Nach der Berufsfachschule für Musik studierte Bering fünf Jahre an der Hochschule für Musik in Alma Ata - heute Almaty mit 1,5 Millionen Einwohnern. Gleichzeitig spielte er in Symphonie- und Kammerorchestern. Nach seinem Studium unterrichtete Bering in einer Musikschule und spielte in Bands, bevor er nach Deutschland kam.
Das Trio um Bering spielte noch drei selbst arrangierte Musikstücke. Mit Variationen über "Happy Birthday to you" überbrachte er die Glückwünsche des Kurorchesters zum "halbrunden" Geburtstag des stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Stebani. Tschaikowskis "Romanze" und das kleine Potpourri "American Cocktail" rundeten das Programm ab.

Unter den Gästen waren die Sopranistinnen Deborah Lynn Cole und Jessica Fründe, die Sängerin Gisela Ginsberg und Heinz Georg Fichtner mit Gattin. Lynn Cole begann ihre Karriere an der Metropolitan Opera New York und sang mehrfach in Sonderkonzerten des Kurorchesters. Fichtner hatte als "Schwarzer Bass" die Mainzer Hofsänger zu ihren Erfolgen geführt und moderiert und singt seither in unzähligen Konzerten.

Der Abend klang aus mit "Amazing Grace", a cappella gesungen von Deborah Lynn Cole. Die Wiederholung in Deutsch: "Ein schöner Tag" begleitete Eduard Bering am Klavier. red
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