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Münnerstadt
Gewittersturm

Gefallener Stamm soll Naturdenkmal werden

Der Gewittersturm am Dienstagabend hat im Münnerstädter Hindenburgpark die Hohle Linde, einen uralten Baum, zu Fall gebracht. Ganze Kindergenerationen haben sich im Innern des Baumes versteckt, haben dort gespielt. Nun liegt der mächtige Stamm am Boden. Der starke Wind hat ihn einfach umgeworfen.
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Wie mächtig die umgestürzte Linde war, zeigt dieses Bild. Der Wurzelstock ist höher als Rainer Henneberger, der als Bub oft dort gespielt hat. Fotos: Heike Beudert
Wie mächtig die umgestürzte Linde war, zeigt dieses Bild. Der Wurzelstock ist höher als Rainer Henneberger, der als Bub oft dort gespielt hat. Fotos: Heike Beudert
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Der Baum war so etwas wie das Wahrzeichen des Hindenburgparks. Obwohl innen schon hohl, hatte er bislang viele Widrigkeiten überstanden, unter anderem ein Feuer vor einigen Jahren. Wie mächtig der Baum war, ist auch nach dem Umstürzen zu erkennen. Der Wurzelbereich ist höher als ein ausgewachsener Mann.

Münnerstädter verbinden viele Erinnerungen mit dem alten Baum. Rainer Henneberger, der sich noch am Abend den Sturmschaden angesehen hat, erzählt, dass er als Kind immer auf einen Knorz des Baumes geklettert sei. Und im Winter lag die Linde an der kleinen Schlittenbahn und konnte rechts oder links umfahren werden.
Die Stadt hat einen Teil des Stadtparkes noch am Dienstagabend abgesichert, solange, bis die Reste des alten Baumes entfernt werden können.

Am Mittwochvormittag besichtigte Bürgermeister Helmut Blank den Hindenburgpark, nachdem er von Anwohnern verständigt worden war. Elisabeth Mehler, die wenig oberhalb wohnt, plädiert dafür, dass der Stamm als Naturdenkmal im Park erhalten bleibt. "Andere haben Kunstobjekte im Park, hier haben wir ein natürliches Kunstobjekt", betonte sie. Bürgermeister Helmut Blank zeigte sich für eine solche Lösung offen. Allerdings müsste erst geklärt werden, ob Sicherheitsaspekte nicht dagegen sprechen. Wenn der Stamm allerdings an Ort und Stelle dauerhaft liegen bleiben soll, dann müsste der zentrale Weg im Park um den Baum herumgeführt werden. Dieser Weg dient immer noch als eine Zufahrt zu einem Anwesen am Ende des Parks. Ein Fachmann schätzt das Alter der hohlen Linde auf 250 bis 300 Jahre.

Eingeschaltet wurde am Mittwoch auch die Untere Naturschutzbehörde. Sie muss nun prüfen, ob eine weitere Linde im Hindenburgpark gefährdet ist. Sie steht nur kurz unterhalb des umgestürzten Baumes und wurde von Teilen der umgestürzten hohlen Linde getroffen. Große Äste an diesem Baum sind bereits mit Drahtseilen gesichert. Nun zeigt sich ein neuer Riss im Geäst. Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde soll geklärt werden, ob der Baum zu halten ist oder gefällt werden muss.

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