Gefäll
Dorferneuerung

Gefäll zeigt einen großen Gemeinschaftsgeist

Zum Abschluss der Dorferneuerung feierten die Gefäller ein großes Fest. Bund, Freistaat und Gemeinde gewährten insgesamt 2,1 Millionen Euro an Zuschüssen. Die Flurbereinigungsmaßnahme läuft weiter.
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Herausgeputzt hat sich Gefäll zum Dorffest, das die Bürger zum Abschluss der Dorferneuerungsmaßnahme am Sonntag gefeiert haben. Beim Festzug durch das Dorf war Gelegenheit, alles zu bewundern. Fotos: Gabi Sell
Herausgeputzt hat sich Gefäll zum Dorffest, das die Bürger zum Abschluss der Dorferneuerungsmaßnahme am Sonntag gefeiert haben. Beim Festzug durch das Dorf war Gelegenheit, alles zu bewundern. Fotos: Gabi Sell
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Mit einem Dorffest feierten die Gefäller Ortsbevölkerung am Sonntag den Abschluss der Dorferneuerungsmaßnahmen. "Die Gefäller dürfen stolz darauf sein, was alles gebaut wurde", sagte Daniel Wehner, 2. Bürgermeister und Vorsitzender der örtlichen Teilnehmergemeinschaft bei der Einweihung.
Eingebracht hätten sich viele Bürger, so Wehner.
Doch einer habe sich besonders hervorgetan, nämlich Klaus Eickhoff, der federführend beim Umbau der alten Schule war und sich mit etlichen hundert freiwillig geleisteten Arbeitsstunden eingebracht hat. In dem laut Wehner "zum Schmuckstück gewordenen Haus" können die Gefäller jetzt "gemeinsam das Leben leben", wie Pfarrer Hartmann bei der Segnung sagte.


Einiges wurde saniert

Zu den gelungenen Maßnahmen gehören neben der alten Schule die neue Dorfgemeinschaftshalle, die neue Kirchentreppe, die neue Mauer des Kindergartens und die Neugestaltung des Umfelds am Sportplatz.
Das Thema des Festgottesdienstes "Steh auf" griff Bürgermeister Waldemar Bug in seiner Rede auf. "Die Gefäller sind aufgestanden, um ihr Dorf schöner zu machen," stellte er fest. Man sollte viel öfters aufstehen, auch in anderen Bereichen, sagte Bug. In Gefäll hätten in den vergangenen 15 Jahren alle zusammengeholfen und den Ort "rausgeputzt", so dass er zu einem wirklich "schmucken Rhöndorf" geworden ist.
Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner freute sich, dass mit den zur Verfügung gestellten Mitteln etwas geschaffen wurde, was das Leben lebenswerter mache und die Menschen sich in Gefäll wohl fühlen. Er sprach von einem Festival, das 1983 begonnen und jetzt zum Abschluss gebracht wurde. Die Verbundenheit der Dorfgemeinschaft zu fördern sei im Rahmen der Dorferneuerung gut gelungen.


Verfahren läuft seit 1981

Konrad Väth vom Amt für Ländliche Entwicklung (Würzburg) lobte die Weitsicht der Gefäller, vor über 30 Jahren in das Flurbereinigungsverfahren einzugehen. Der Antrag auf Dorferneuerung ist 1981 gestellt worden. Dafür flossen insgesamt 2,1 Millionen Euro von Gemeinde, Freistaat und Bund. Private Maßnahmen zur Ortsverschönerung bezifferte Konrad Väth auf rund 560 000 Euro, diese sind mit 90 000 Euro bezuschusst worden.


Das Leben muss lebenswert sein

Die Gefäller hätten zum Abschluss der Maßnahme noch einmal richtig "geklotzt", sagte Väth. Doch müssten die geschaffenen Bauwerke auch genutzt werden. Väth mahnte, dass auf dem Land dafür gesorgt werden muss, dass das Leben im Dorf auch lebenswert sei. Denn die Kinder hätten es zum Beispiel auf dem Land schwerer (Schule, Arbeit) als in der Stadt. Es müsse eine grundsätzliche Einstellung geschaffen werden, um "Heimat" zu vermitteln, damit die jungen Leute gerne in die Gemeinschaft zurückkommen. Die Dorferneuerungsmaßnahmen sind jetzt zwar beendet, für das Flurbereinigungsverfahren konnte Väth allerdings noch kein Ende verkünden.
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