Bad Kissingen

Gedenken an Pater Reinisch

Am Jahrestag der Hinrichtung des Nazi-Gegners wurde mit einem Wortgottesdienst am Reinisch-Denkmal an ihn erinnert.
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Der Gedenkstein für Pater Reinisch im ehemaligen Bad Kissinger Kasernengelände.  Foto: Archiv/Braun
Der Gedenkstein für Pater Reinisch im ehemaligen Bad Kissinger Kasernengelände. Foto: Archiv/Braun
Am Freitag, 21. August, jährte sich wieder der Todestag von Pater Franz Reinisch, der sein Martyrium in der Kaserne von Bad Kissingen begann, und der am 21. August 1942 in Brandenburg hingerichtet wurde.
Gut fünfzig Personen hatten sich am Reinisch-Denkmal im ehemaligen Kasernengelände versammelt. Die Gedenkfeier war als Wortgottesdienst gestaltet. In Gebeten, Liedern und Texten erinnerten sich die Teilnehmer an den mutigen Zeugen des Glaubens und des Gewissens.
Die Leiterin der Feier, Erika Seller, wies darauf hin, dass Reinisch wie Jesus an einem Freitag gestorben ist, auf den auch heuer der 21. August fiel.
Der Pallottinerpater Reinisch war im April 1942 als Soldat in die Kaserne der Kurstadt einberufen worden. Der Priester konnte aber aus Gewissensgründen den Soldateneid auf Adolf Hitler nicht leisten, er verweigerte damit den Kriegsdienst. So wurde er schon in der Kaserne verhaftet. Im Mai kam er von Kissingen nach Berlin ins Gefängnis Berlin-Tegel. Am 7. Juli wurde er vom Kriegsgericht in Berlin-Charlottenburg zum Tode verurteilt.
In Bad Kissingen erinnern das Reinisch-Denkmal und der Pater-Reinisch-Weg im ehemaligen Kasernengelände und eine Metallplakette mit Schrifttafel in der Stadtpfarrkirche an Reinisch. Sein Seligsprechungsprozess wurde 2013 eröffnet. red



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