Laden...
Bad Kissingen
Rakoczy-Fest

Fürst Rákóczi führt das Zepter in der Stadt

Das Rakoczy-Fest 2013 ist eröffnet. Am Freitagabend um 19.13 Uhr hatten Oberbürgermeister Kay Blankenburg und Kurdirektor Frank Oette den Startschuss gegeben: "Das Rakoczy-Fest ist eröffnet". Heute abend steht mit dem Festball ein Höhepunkt an. Karten sind dieses Jahr besonders begehrt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Quellenkönigin Giulia Klimt und Timo Baier (Fürst Ferenc II. Rákóczi) proben den Walzer für den Festball im Regentenbau.  Foto: Benedikt Borst
Quellenkönigin Giulia Klimt und Timo Baier (Fürst Ferenc II. Rákóczi) proben den Walzer für den Festball im Regentenbau. Foto: Benedikt Borst
+12 Bilder
"Es wird heiß an diesem Wochenende, deshalb, liebe Kissinger und Gäste, trinken Sie viel ... Wasser." Der - viel beklatschte - Rat von Kurdirektor Frank Oette war sicherlich ernst gemeint, als er gestern Abend mit Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) zum ersten Mal den wichtigsten Satz in seiner bisherigen Karriere in Bad Kissingen sprach: "Das Rakoczy-Fest ist eröffnet".
Zum Stadtfest werden an diesem Wochenende rund 100 000 Besucher erwartet. Mit dabei sind wieder Freunde aus den Partnerstädten Vernon, Eisenstadt und Massa, Fürst Rákóczi (Timo Baier) und Quellenkönigin Giulia Klimt umrahmten die Offiziellen bei der Eröffnung und wurden frentetisch vom Publikum beklatscht.
Ein erstes Highlight findet heute Abend ab 19.30 Uhr statt: Der traditionelle Rakoczy-Festball im Regentenbau. Bei der Generalprobe am Donnerstag sind die Darsteller der historischen Persönlichkeiten noch einmal Punkt für Punkt das Programm durchgegangen: Ein Wiener-Walzer wurde geübt, genauso wie standesgemäßen Gesten beim Einzug oder die Abfolge bei der Gläserpolonaise.
Bei Quelllenkönigin Giulia Klimt und Fürst Rákóczi alias Timo Baier tanzen Nervosität und Routine miteinander. Leichtfüßig und entspannt führt Baier seine Partnerin über das Parkett. Baier mimt seit Jahren Fürst Ferenc II. Rákóczi und hat das Prozedere des Festballs verinnerlicht. "Eigentlich brauche ich die Generalprobe nicht", sagt er. "Den Ablauf, den weiß ich, den kann ich." Er komme, um der diesjährigen Quellenkönigin Sicherheit beim Ablauf zu geben und um sie kennenzulernen. Nervös wird Baier bei anderen Dingen, wie beim Festumzug am Sonntag. "Hoffentlich passieren da keine Unfälle mit den Pferden", macht er sich Gedanken. Oder, dass die Hitze nicht zu Kreislaufzusammenbrüchen bei Zuschauern und Mitwirkenden führt.

Die Nervosität steigt

Anders als Baier wirkt Klimt während der Generalprobe leicht angespannt. Bedächtig und aufmerksam achtet sie auf ihre Bewegungen. "Die Nervosität steigt so langsam", sagt sie hinterher. Sie versucht über ihre leichte Unsicherheit hinweg zu lächeln. Dass sie allein eine Begrüßungsansprache zum Publikum halten wird, macht ihr weniger aus. Auch die Tanz- und Gläserpolonaise mit den historischen Persönlichkeiten, oder der Walzer mit Fürst Rákóczi bereiten ihr nur bedingt Sorgen.

Keine Stöckelschuhe beim Ball

"Ich habe schon immer gerne getanzt", sagt sie. Auf Anraten früherer Quellenköniginnen verzichtet sie außerdem auf Stöckelschuhe - und läuft damit weniger Gefahr umzuknicken oder sich Blasen zu laufen. "Besonders nervös bin ich wegen meinem schweren Ballkleid", gibt die 20-Jährige zu. Was da nicht alles passieren kann. Baier beruhigt: "Pannen sind menschlich. Gerade beim Kleid ist schon alles passiert." Dass darauf getreten wird und die Kleider lädiert werden, ist so gut wie unvermeidlich. "Mal schauen, wie meines danach aussieht", meint Klimt lächelnd. Der Fürst ist mit der Quellenkönigin und ihrer Generalprobe zufrieden. "Sie lässt sich sehr gut führen", lobt er.

Karten heiß begehrt

Alles in Ordnung, heißt es vorab auch von Seiten der Organisatoren. Der Kartenvorverkauf ist der beste seit Jahren, sagt Sabrina Geis von der Staatsbad GmbH. "Wir haben jetzt schon mehr Karten verkauft als letztes Jahr insgesamt." Thomas Lutz, Leiter des Bad Kissinger Stadtmarketings, zeigt auf, woran das liegt. "Wir haben sehr gute Medienkooperationen." Das ganze Rakoczy-Fest werde medial gut begleitet und dargestellt. Davon profitieren auch einzelne Programmpunkte wie der Festball im Regentenbau.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren