Oberleichtersbach
Segelflug

Fränkische Jungpiloten liegen vorn

27 junge Piloten nahmen am fränkischen Jugendvergleichsfliegen auf dem Flugplatz Oberleichtersbach teil. Die besten 15 qualifizierten sich für den bayerischen Wettbewerb in zwei Wochen.
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Magdalena Schatz und Wolfgang Feller verbringen jedes freie Wochenende im Cockpit und fliegen  über die Rhön. Fotos: Benedikt Borst
Magdalena Schatz und Wolfgang Feller verbringen jedes freie Wochenende im Cockpit und fliegen über die Rhön. Fotos: Benedikt Borst
Die 16-jährige Magdalena Schatz fliegt seit fast einem Jahr für den Bad Brückenauer Segelflugverein "Rhönflug". Angefangen hat sie aber schon ein Jahr früher, damals noch in Saal in der Nähe von Bad Neustadt. Der Zufall hat etwas dabei geholfen, dass die Schülerin zur Nachwuchspi lotin wurde. Aus reiner Neugier habe sie in den Segelflugsport hineingeschnuppert. Eigentlich wollte sich ihr Vater den Traum vom Fliegen erfüllen. "Er hatte dann aber zu wenig Zeit. Und ich bin dabei hängen geblieben", erzählt sie lächelnd.
Mit 26 anderen jungen Segelfliegern im Alter zwischen 14 und 25 Jahren nahm Magdalena Schatz am Wochenende am fränkischen Jugendvergleichsfliegen auf dem Flugplatz Oberleichtersbach teil. "Für mich ist das heute das zweite Mal", sagt sie. Nachdem sie bei ihrem ersten Start im vergangenen Jahr noch einen Platz im hinteren Drittel belegte, erreichte sie diesmal den zwölften Platz. Sie lächelt wieder: "Damit bin ich total zufrieden."

Franken liegen vorne


Mit dieser guten Platzierung hat Schatz sich automatisch für das bayerische Jugendvergleichsfliegen qualifiziert, das in zwei Wochen in Saal an der Saale stattfindet. Die besten 15 Piloten aus Oberleichtersbach werden sich dort wiedersehen. Damit stellen fränkische Vereine in diesem Jahr die Hälfte aller 30 Teilnehmer. Das Fazit von Organisator Wolfgang Feller vom Verein Rhönflug fällt entsprechend durchweg positiv aus. "Alles ist super gelaufen. Das war ein absolut sicherer Wettbewerb", meint er sichtlich zufrieden. Auch das Wetter habe das komplette Wochenende über mitgespielt. Den Freitag nutzten die Nachwuchspiloten, um sich mit dem Flugplatz in Oberleichtersbach vertraut zu machen. Trainings- und Einweisungsflüge seien besonders für die Sportler wichtig, die das Gelände vor Ort nicht kennen. Am Samstag starteten die Wertungsflüge. Stefan Wert hner vom Luftsport-Verband Bayern (LVB) erläutert die Regeln: Jeder Teilnehmer fliegt drei Durchgänge, die von einer Jury beurteilt werden. "Jeder Flug besteht aus drei Teilen, die benotet werden: Start, Figur und Landung."

Gute Flugausbildung in Bayern


Als Figuren fliegen die Piloten zum Beispiel eine Acht oder sie zeigen der Jury sogenannte Rollübungen. "Das sieht für Fußgänger so aus, als würde das Flugzeug winken", beschreibt Feller die Übung. So beweisen sie, wie gut sie ihr Flugzeug unter Kontrolle haben. "Die Rollübung fand ich am schwierigsten, mit dem Rest hatte ich weniger Probleme", lautet die Selbsteinschätzung von Magdalena Schatz hinterher. Diese Figur habe ihr aber noch nie gelegen.
Stefan Werther, der beim LVB für die Jugend- und Nachwuchsarbeit zuständig ist, zeigt sich mit dem Wettbewerb in Oberleichtersbach zufrieden. "Die Leistungen zeugen von einem enorm guten Ausbildungsstand in Bayern", lobt er. Dahinter stehe viel Arbeit. "Fliegen ist ein sehr zeitintensiver Sport. Zum Trainieren sollte man den ganzen Tag auf dem Flugplatz verbringen", sagt Werther.
Das kann Magdalena Schatz nur bestätigen. Wenn sie Zeit habe, verbringe sie jedes Wochenende von zehn Uhr morgens bis zehn Uhr abends auf dem Flugplatz in Oberleichtersbach. Weil Schatz so viel trainiert, braucht sie sich auch keine Sorgen um das bevorstehende bayerische Jugendvergleichsfliegen zu machen. "Ich bin nicht nervös", meint sie mit einem Schulterzucken. Und lächelt wieder.
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