Bad Kissingen
Seniorenunion

Flüchtlinge große Aufgabe für den Landkreis

Die Seniorenunion von Bad Kissingen informierte sich beim Landrat über den Zuzug von Flüchtlingen. Koordinator Stefan Seufert zeigt sich zufrieden mit der Bewältigung der Aufgaben.
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Koordinationsbeauftragter Stefan Seufert (links) und Landrat Thomas Bold informierten die Seniorenunion über Flüchtlingsfragen, rechts SEN-Kreisvorsitzender Eberhard Gräf. Foto: Arthur Stollberger
Koordinationsbeauftragter Stefan Seufert (links) und Landrat Thomas Bold informierten die Seniorenunion über Flüchtlingsfragen, rechts SEN-Kreisvorsitzender Eberhard Gräf. Foto: Arthur Stollberger
Die Kreisvorstandschaft der Senioren Union (SEN) traf sich zu ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr im Landratsamt Bad Kissingen. Unter der Leitung des Kreisvorsitzenden Eberhard Gräf wurden zum einen Termine des Jahresprogramms vorbesprochen und zum anderen wurde die Informationsmöglichkeit über die "brennende Frage" des Zuzugs von Flüchtlingen genutzt. Landrat Thomas Bold und Stefan Seufert, der Koordinationsbeauftragte im Landratsamt, erläuterten die aktuelle Lage.

Herausforderung für Verwaltung

"Asyl ist ein riesiges Thema geworden", sagte der Landrat. Auf Grund der Zunahme der Flüchtlinge aus Syrien und anderen Kriegsgebieten hätten die bisher zur Verfügung stehenden Gemeinschaftsunterkünfte nicht mehr ausgereicht. Neue Strukturen seien erforderlich gewesen. Mit dem erfahrenen Stefan Seufert als Ansprechpartner für die Flüchtlingsfragen zeigte sich Thomas Bold sehr zufrieden. "Es läuft hervorragend", stellte er fest. Um die zusätzlichen Verwaltungsaufgaben bewältigen zu können, benötige der Kreis zehn neue Stellen. Zum Teil seien diese schon geschaffen. Als "durchlaufender Posten" seien zwei Millionen Euro in den Kreishaushalt eingestellt worden. Der Landrat verwies auf die finanzielle Hilfe des Freistaats. Sehr erfreut zeigte er sich über das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, sowie der Hilfsbereitschaft von Bürgermeistern und ihrem Verwaltungspersonal. "Im Moment läuft alles in geordneten Bahnen", meinte Landrat Bold.
Koordinator Stefan Seufert berichtete über das riesige Interesse am Thema "Flüchtlinge", das er bei allen Bürgerversammlungen vorgefunden habe. Insgesamt seien derzeit etwa 650 Asylsuchende im Landkreis. "Das Flüchtlingsproblem wird eines der großen Themen für die nächsten Jahre sein", prophezeite der Landrat. Wichtig sei die Überwindung der Sprachprobleme und die Einhaltung der Kapazitäten bei Kindergärten und Schulen. Ein "Dolmetscher-Netz" sei geschaffen worden.
Seufert wies auf die Unterstützung des Caritasverbandes hin. Von der Caritas seien zwölf neue Stellen in Unterfranken geschaffen worden. Die Frage von SEN-Vorstandsmitglied Peter Klaje, ob es wegen der finanziellen Unterstützung der Flüchtlinge Beschwerden in der Bevölkerung gebe, verneinte Seufert.

Teilweise hoch gebildet

Der Koordinationsbeauftragte beschrieb die Flüchtlinge als teilweise hoch gebildet; manche von ihnen seien traumatisiert. Bei den Kindern sei ein hohes Maß an Lernwillen festgestellt worden. Sie lernten recht schnell die deutsche Sprache. Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen äußerten sich sehr positiv.
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