Laden...
Oerlenbach
Ertüchtigung

Fit für das schwere Ackergerät

Das neue Kernwegekonzept für die Interkommunale Allianz Oberes Werntal ist fertig. Die Ausbauplanungen sind langfristig angelegt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Den heutigen Erfordernissen müssen die landwirtschaftlichen Wege wie beim Abtransport von Zuckerrüben angepasst werden.  Foto: Stefan Geiger
Den heutigen Erfordernissen müssen die landwirtschaftlichen Wege wie beim Abtransport von Zuckerrüben angepasst werden. Foto: Stefan Geiger
+1 Bild
Die BBV-LandSiedlung hat für das Gebiet der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal ein Kernwegekonzept erstellt, das den zehn Bürgermeistern in einer Besprechung in Greßthal vorgestellt wurde und in den nächsten 20 Jahren umgesetzt werden soll. Zunächst ist das Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken gefragt, um die Planung anzuerkennen und damit die Förderung sicher zu stellen.

Die BBV-LandSiedlung ist als eines der Dienstleistungsunternehmen des Bayerischen Bauernverbands Nachfolgerin der Bayerischen Landessiedlungsgesellschaft, die der Freistaat privatisiert hat. Aktuelles Thema, mit dem sich die Einrichtung befasst, sind Kernwege als wichtige gemeindeübergreifende Wege für den landwirtschaftlichen Verkehr.

Die Landwirte von heute und morgen müssen große Flächen auch über die Gemarkungsgrenzen hinaus bewirtschaften. Die Maschinen haben mittlerweile eine gewaltige Größe mit entsprechendem Gewicht. Damit die in die Jahre gekommenen Wege fit für die Zukunft gemacht werden, gibt es nun Fördertöpfe für Konzepterstellung und Ausbau der Wege.


140 Kernwege sind geplant

Projektleiter Peter Pfeuffer von der BBV-LandSiedlung stellte den zehn Bürgermeistern das Konzept vor und überreichte jedem einen Ordner. Darin finden sich Karten und Pläne, Erläuterungsbericht und Stellungnahmen unterschiedlicher Behörden, die am Abstimmungsprozess beteiligt waren. Ca. 140 Kernwege mit einer Länge von 202 Kilometern stehen im Konzept, die im Sinne des Naturschutzes zum Großteil auf bereits vorhandenen Trassen geplant sind. Die Umsetzung soll Schritt für Schritt - auch aus Kostengründen - erfolgen, weil ein Meter Ausbau rund 200 Euro kostet.

In Abhängigkeit vom aktuellen Zustand der Wege gibt die LandSiedlung eine Empfehlung für die zeitliche Umsetzung. Etwa 18 Prozent der Kernwege können kurzfristig (in den nächsten fünf Jahren), 34 Prozent mittelfristig in den nächsten fünf bis 15 Jahren und 48 Prozent langfristig (mehr als 15 Jahre) ausgebaut werden.


Grundstückseigner sind gefragt

Die Kommunen können selbstständig entscheiden, ob und wann sie den Ausbau der einzelnen Wege angehen. Wie schnell sie vorankommen, wird vor allem von den anliegenden Grundstückseigentümern abhängen. Eine Fahrbahnbreite von 3,5 Metern plus befestigtem Randstreifen und geregelter Entwässerung durch Seitengräben sind in der Regel nötig. Da dafür oftmals keine Fläche vorhanden ist, kann ein Bodenordnungsverfahren, bei dem die Gemeinde Flächen entlang des Kernweges durch Tausch oder Kauf erwirbt, durchgeführt werden. Dabei kann das Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken Unterstützung leisten.

Das Kernwegenetz als Investition für die Zukunft der Landwirtschaft wird nicht nur Papier bleiben. Erste Anträge können demnächst gestellt werden. Schon 2017 könnten erste Maßnahmen starten.


Fünf Oerlenbacher Abschnitte

In das Programm sollen fünf Abschnitte aus der Gemeinde Oerlenbach aufgenommen werden, wie der Gemeinderat im vergangenen Jahr befand: Von der Waldsiedlung zum ehemaligen Bahnhof Rottershausen, von der Schwarzen Pfütze am Waldrand nach Eltingshausen und weiter östlich des Ortes im Talgrund Richtung Bauhof der Gemeinde, von Rottershausen über Bahnlinie und über Brücke A 71 zum Flugplatz bei Pfersdorf, vom Kreisbauhof in Oerlenbach in Richtung alter Sportplatz Ramsthal und in Ebenhausen am Leuselbach entlang. Mit dem weiteren Vorgehen beziehungsweise der möglichen Umsetzung wird sich der Gemeinderat befassen.

Weitere Informationen über Eva Braksiek, Allianzmanagerin Oberes Werntal, Rathausplatz 1 in 97502 Euerbach, Tel.: 09726/ 907 486 bzw. im Internet unter info@oberes-werntal.de und www.oberes-werntal.de.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren