Zu dieser Grundausbildung der Feuerwehrmann-Anwärter fanden sich nicht nur die jungen Nachwuchskräfte der Waizenbacher Wehr ein, sondern auch aus den Nachbardörfern Wartmannsroth, Dittlofsroda, Völkersleier und Windheim. Zwei Teilnehmer kamen sogar aus Diebach.
"Ich betrachte es als Selbstverständlichkeit, mich in der Feuerwehr zu engagieren und im Notfall zu helfen", ist auch der Waizenbacher Michael Schottdorf unter den jungen Teilnehmern anzutreffen. "Freilich muss man wissen, wie diese Hilfe zu handhaben ist", zeigt Michael seinen Lerneifer. Ebenso wie seine Kameraden erhielt er nach bestandener Prüfung jene Urkunde, die ihn jetzt nach Jahren bei der Jugend-Feuerwehr endlich zum ausgewachsenen Feuerwehrmann macht. "Nur wenn der Nachschub mit jungen Feuerwehrleuten geleistet werden kann, haben unsere Dorfwehren eine Zukunft", bedankte sich Bürgermeister Jürgen Karle für das Engagement.
Dass diese Ortswehren flächendeckend auf dem Lande erhalten bleiben, ist auch dem zuständigen Kreisbrandinspektor Peter Sell sowie den Kreisbrandmeistern Elmar Eisenmann, Klaus Wüscher und Thomas Eyrich von größter Bedeutung. "Diese Wehren haben die beste Ortskenntnis und sind im kürzester Zeit an der Unfall- oder Brandstelle", hebt Eyrich hervor. Dieser Meinung schließt sich Schiedsrichter Winfried Heim an.
Die Ausbilder unterrichteten in der Theorie über Gesetzeskunde, Sicherheitswache, Unfallverhütung, Löschen und Verhalten bei Gefahr. In der Praxis lernten die Teilnehmer ebenfalls das Löschen, den Umgang mit technischen Geräten und insbesondere den Einsatz von hydraulischen Zangen und Spreizern. Letzteres war schon im Vorfeld in Hammelburg geübt worden.