Ebenhausen
Sicherheitswoche

Feuer rufen, 112 wählen

Ausbilder der Feuerwehr Ebenhausen veranstaltete einen Kurs in der Asylbewerberunterkunft. Außerdem gab es Tipps für den Straßenverkehr.
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Abdullah, angeleitet von Fabian Wahler, testet den Umgang mit einem Feuerlöscher.  Fotos: Stefan Geiger
Abdullah, angeleitet von Fabian Wahler, testet den Umgang mit einem Feuerlöscher. Fotos: Stefan Geiger
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"Es brennt im Zimmer, im Haus. Was mache ich?" Diese Frage richteten Steffen Beutert und Fabian Wahler von der Freiwilligen Feuerwehr Ebenhausen an die Bewohner der Asylbewerberunterkunft in der Bahnhofstraße. Die 20 Teilnehmer konnten wichtige Tipps mitnehmen, um im Notfall das Richtige tun zu können.

Die beide Ausbilder der Feuerwehr verdeutlichten mit Bildern die richtigen Schritte: Bei einem Zimmerbrand den Raum verlassen, im Haus laut "Feuer" rufen, die 112 wählen und vor dem Haus auf Hilfe warten.


Ruhig bleiben

Sollte es im Flur brennen, dann heißt es, Türe schließen, im Zimmer bleiben und am Fenster oder auf dem Balkon auf Hilfe warten. Als wichtigsten Schritt übten die Teilnehmer, den Notruf über die 112 per Festnetz und Handy zu setzen: Namen und Anschrift mit Bahnhofstraße 12 A nennen, Notlage beschreiben und für Nachfragen zunächst am Telefon bleiben. "Bleibt ruhig! Ihr erhaltet von der Leitstelle weitere Hinweise", verdeutlichte Wahler und forderte die Teilnehmer auf, keinen Missbrauch zu treiben: "Das kostet 350 Euro".

"An oberster Stelle steht, Brände zu verhindern. Lasst keine Kerze brennen, schaltet das Bügeleisen immer aus, werft nichts Heißes in den Abfall, raucht nicht in der Wohnung, löscht niemals brennendes Fett in einer Pfanne mit Wasser", legte Wahler den Asylbewerbern nahe.


Umgang mit dem Feuerlöscher

Beim Gang durch das Haus erläuterte Steffen Beutert die Hinweisschilder zum Fluchtweg, die Bedeutung der Brandschutzmelder und den Umgang mit einem Feuerlöscher. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer ein Faltblatt zum Thema Brandschutz und über das Verhalten im Notfall in verschiedenen Sprachen, ehe kurz die Ausstattung des Feuerwehrautos gezeigt wurde.

Die Thematik war Teil einer Sicherheitswoche, die Cornelia Herterich und Maria Wahler vom Asylhelferkreis angeboten hatten. Polizeihauptmeister Matthias Kleren stellte die wesentlichen Punkte der deutschen Straßenverkehrsordnung heraus und belegte mit Bildern zahlreiche Situationen aus dem Alltag. Im Detail verdeutlichte Kleren die Sicherheitsvorschriften für Fußgänger sowie Rad- und Autofahrer, Verkehrszeichen, Geschwindigkeitsregelungen, sicheres Überqueren der Fahrbahn, Vorfahrtsregelungen, vorausschauendes, bremsbereites und angepasstes Fahren, Notruf und Vorschriften zu Fahrradausrüstung. Als Anregung und Vertiefung erhielten alle Teilnehmer die Broschüre "Sicher mit dem Fahrrad unterwegs" in Deutsch, Englisch und Arabisch.
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