Mit einer Eucharistiefeier in der Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche feierten viele Gläubige die "Nachprimiz" von Manfred Hock. Er stand hier zum ersten Male im Mittelpunkt der liturgischen Handlungen.

Gefüllt bis zu den Stehplätzen im hinteren Teil und begleitet vom Chor der Kantorei - das waren die äußeren Bedingungen für die "Nachprimiz", die der "Heimatprimiz" in Waldaschaff folgte. Dekan Thomas Keßler begrüßte und meinte in Bezug auf die positiven Erfahrungen mit Manfred Hock: "Aus dem Spessart kommen nicht nur die Räuber." Er fügte an, dass dieser seit eineinhalb Jahren eine "große Bereicherung für die Pfarreiengemeinschaft ist". Diese bedankte sich mit einer Kerze, die mit dem Primiz-Motto "Die Freude an Gott - Halleluja - ist unsere Kraft - Halleluja" verziert war und die Dekan Keßler segnete und entzündete.

Dann übernahm Pfarrer Manfred Hock die liturgische Leitung des festlichen Gottesdienstes. Weitere Konzelebranten waren Kaplan Norbert Wahler sowie die Diakone Christoph Glaser und Axel Mager.

Der 50-Jährige steht aus Überzeugung zur "Freude als langanhaltendes Glücksgefühl" und nicht als kurzlebiger Spaß, als "Kurzzeit-Freude". Es heiße es für den gläubigen Christen, das Wort Gottes verstehen bedeute auch, den Willen Gottes zu erkennen - und: "Wer den Willen Gottes erfüllt, ist Bruder, Schwester und Mutter."
Burkard Bayer übermittelte Glückwünsche der Pfarreiengemeinschaft "Jesus, Quelle des Lebens": "Sie hat durch Ihre Anregungen profitiert."

Pfarrer Hock ging nochmals auf sein Motto ein: "Neben den priesterlichen Gegenständen sind die Menschen wichtiger - die erhalten die Freude an seelsorgerischer Tätigkeit."

Bei einem Empfang im Gemeindezentrum nutzten viele Gläubige die Gelegenheit zum Beglückwünschen.

Manfred Hock (50) als Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik tätig. Schon immer war er mit der Kirche verbunden: als Ministrant, Lektor, Organist und im Pfarrgemeinderat. Mit 41 fasste er den Entschluss, Priester zu werden. Acht Jahre Theologiestudium und pastorale Ausbildung schloss er mit dem Sakrament der Priesterweihe am 26. Mai ab. Seit eineinhalb Jahren ist er in Bad Kissingen, erst als Pastoralpraktikant, ab Juli 2011 als Diakon. Noch bis Ende August wird er das Team um Dekan Thomas Keßler unterstützten. Dann geht er drei Jahre als Kaplan nach Lohr. kws