Schmerzlich empfand Kämmerin Nicole Wehner bei der Vorstellung ihrer Haushaltszahlen im Haupt- und Finanzausschuss des Marktes Oberthulba, dass die Einnahme Schlüsselzuweisung mit 80 000 Euro um 350 000 Euro schrumpft, während im Gegenzug die Ausgabe der Kreis-, Solidar- und Gewerbesteuerumlage mit rund zwei Millionen Euro um etwa 500 000 auf mehr als zwei Millionen Euro anstieg. "Es hängt uns wie ein Stein am Hals", bedauerte Bürgermeister Gotthard Schlereth (FWG-CSU) die finanzielle Einschränkung der Marktgemeinde Oberthulba.
"Die Mindestzuführung von knapp 200 000 Euro an den Vermögenshauhalt zur Bedienung des Schuldendienstes wird heuer geleistet werden", ist die Kämmerin zuversichtlich. Gilt doch diese Rechenposition als Hinweis auf die Zahlungsfähigkeit der Gemeindekasse. Die knapp 1,6 Millionen Euro Personalkosten machen üblicherweise fast ein Viertel der Ausgaben im Verwaltungshaushalt aus, so auch heuer. Sie sind gegenüber dem Vorjahr relativ konstant geblieben und beinhalten neben den Gehältern der Rathausmitarbeiter und dem Unterhalt gemeindlicher Einrichtungen zum Beispiel auch das Schulwesen samt Ganztagsbetreuung und Verpflegung.

Hebesätze bleiben konstant


Weiterhin konstant blieben mit jeweils 300 Prozent auch die Sätze für die Grundsteuern A und B sowie die gemeindliche Gewerbesteuer, für die heuer rund eine Million Einnahmen erwartet wird. Weitere größere Einnahmepositionen sind die Benutzungsgebühren (hauptsächlich Kanal und Wasser) mit rund einer Million Euro und mit fast einer halben Million Euro die Zuschüsse zum Beispiel für Kindergärten, Ganztagsbetreuung des Schulbetriebs und Schülerbeförderung. Spannendewird es bei der Vorberatung des Vermögenshaushaltes zugehen, die demnächst den gemeindlichen Finanzausschuss beschäftigen wird. Dann geht es um die gemeindlichen Investitionen in der Marktgemeinde Oberthulba mit seinen Ortsteilen.