Rottershausen

FC hat Grund zum Jubeln

In Rottershausen feierte der Fußballclub sein 95-jähriges Bestehen. Von Wirtshaussingen bis Fußballspiele war vieles geboten. Eines wurde dabei klar: Ohne die vielen freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer läuft es nicht.
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Im 95. Gründungsjahr des FC Einigkeit Rottershausen gab es Grund zum Jubeln, denn der 1. Mannschaft gelang der Aufstieg in die Kreisklasse Rhön 2 . Zum Fest am Wochenende spielte die 1. Mannschaft und gewann gegen Eichenhausen. Foto: Archiv: Anand Anders
Im 95. Gründungsjahr des FC Einigkeit Rottershausen gab es Grund zum Jubeln, denn der 1. Mannschaft gelang der Aufstieg in die Kreisklasse Rhön 2 . Zum Fest am Wochenende spielte die 1. Mannschaft und gewann gegen Eichenhausen. Foto: Archiv: Anand Anders
Ganz schön alt geworden - aber unheimlich jung geblieben: Der FC Einigkeit Rottershausen, der am Wochenende sein 95-jähriges Bestehen feierte. Viele Gäste verdeutlichten mit ihrem Besuch ihre Verbundenheit und Wertschätzung zum größten Verein im Ort.
In einem Festakt hob Bürgermeister Franz Kuhn hervor: "95 Jahre Vereinsleben sind in erster Linie 95 Jahre freiwillige und ehrenamtliche Arbeit.
Ohne die vielen Kräfte, die Zeit und Geld opferten, ohne die Dienste von Vorstand und Abteilungsverantwortlichen hätte der FC seine sportlichen und geselligen Ziele nie und nimmer erreichen können."
Sport gewinne - so Kuhn weiter - in unserer Generation mit zunehmender Freizeit an Bedeutung. Der FC biete eine breite Palette mit Fußball, Leichtathletik und Gymnastik. Viele Erfolge und Titel schafften Mannschaften und Einzelakteure und machten den Ort weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt.


Bayerische Meisterschaften

"Die Fußballer gehörten in den 80er Jahren der Bezirksliga an. Leichtathleten holten Bayerische Meisterschaften. Ganz wichtig aber ist der Sport als Beitrag für Gesundheit, Fitness und Kameradschaft", hob der Bürgermeister hervor. Nicht immer sei es leicht, junge Talente zu motivieren, Wettkämpfe auszurichten, Sportanlagen zu schaffen und zu unterhalten sowie Sponsorengelder einzuwerben. Mit Elan, Flexibilität und Innovation habe der FC in der Vergangenheit diese Herausforderungen gemeistert.
"Sport ist im Verein am schönsten." Diese Devise fördere der FC und lasse sich von Fitnessstudios und Joggingtrend nicht abbringen, den Mitgliederstand zu halten. "Wir von der Gemeinde unterstützen die Arbeit unserer Vereine finanziell und ideell. Sie steigern Lebensqualität und Gemeinsinn, Werte, auf die wir nicht verzichten wollen und können", rundete Kuhn ab und überreichte einen Scheck für die Jugendarbeit.


Engagement und Fleiß

Der Gratulation schloss sich für die Vereinsgemeinschaft Dieter Werner an: "Von unserem FC gehen viele sportliche und kulturelle Aktivitäten aus. Besonderen Stellenwert genießen Bunte Abende, Waldfest und Lutzi-Festival. Nur mit Engagement und Fleiß von Vorstandschaft, Funktionären und Helfern können die tollen Angebote gemeistert werden."
FC-Vorsitzender Hergen Vollert erinnerte an die 22 Männer, die 1920 - zwei Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs - den FC gründeten. Bis heute pflege der Verein Sport und Geselligkeit und meisterte Höhen und Tiefen. "Unser FC stellte sich zu allen Zeiten seinen Zielen, zu denen der Dienst für die Allgemeinheit zählt. Allein die Feier `und ab geht die Lutzi` lockte in diesem Jahr über 4000 Besucher. Und das Großartige: dieses Festival nimmt unsere Jugend in die Hand", stellte Vollert heraus.


Lieber Singen als TV

Im Festgottesdienst knüpfte Pfarrer Norbert Reinwand an das Evangelium von der Heilung eines Taubstummen an: "Gott sagt uns seine Hilfe zu. Er ist immer für uns Menschen da. Auf ihn können wir uns verlassen." Die Messe gestaltete die "Spirkenländer Blasmusik" unter Siegbert Kessler musikalisch aus.
Trotz der Live-Übertragung des EM-Qualifikationsspieles Deutschland - Polen kamen 70 Personen zum Wirtshaussingen mit der Oerlenbacher Rentnerband. Durch das Programm mit lustigen Geschichten und Gedichten führte Otmar Lutz. "Nachdem Deutschland bald 2:0 führte, ging kaum jemand zum Fernsehen ins Sportheim, sondern stimmte lieber mit in die alten Volkslieder ein", fasste Altbürgermeister Siegfried Erhard zusammen.
Die drei Tage liefen perfekt über die Bühne, von Martin Wilm mit seinem Team bravourös gemeistert. So gab in 45 Minuten Wolfgang Hemberger mit seinen Küchendamen 200 Mittagessen aus.
Der Sport kam natürlich auch nicht zu kurz: Die Damen-Fußballerinnen schlugen die DJK Altbessingen mit 3:0. Das AH-Team setzte sich im Nachbarduell gegen den TSV Rannungen mit 3:1 durch. Der 1. Mannschaft gelang mit einem 1:0 der erste Sieg nach dem Aufstieg in die Kreisklasse gegen Eichenhausen. Die 2. Mannschaft bezwang Hohenroth II mit 5:0. Das frohe Miteinander förderten die Band "Sulander" und die "Spirkenländer Blasmusik" Rottershausen.

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