Bad Kissingen

Eleganz auf vier Rädern

Bei der Sachs-Franken-Classic wurden auch heuer vor der Spielbank die schönsten Oldtimer gekürt. Fahrer und Zuschauer zeigten sich gleichermaßen begeistert von der Atmosphäre
Artikel drucken Artikel einbetten
Beim Concours d´ Elegance gab es für die Teilnehmer einen königlichen Empfang. Fotos: Sigismund von Dobschütz
Beim Concours d´ Elegance gab es für die Teilnehmer einen königlichen Empfang. Fotos: Sigismund von Dobschütz
+23 Bilder
Mit dem "Concour d' Elegance” vor der Spielbank und der abendlichen Siegerehrung im Regentenbau endete schon traditionsgemäß am Pfingstsonntag die 15. "Sachs-Franken-Classic". Mit 173 Oldtimern aus vier Ländern verzeichneten die Organisatoren um den Karlstädter Karlheinz Schott (62) einen neuen Rekord. Teilnehmer und Zuschauer waren wieder voll des Lobes.

Nicht alle Wagen hatten bis Sonntag durchgehalten.
Manche Fahrer mochten sich die letzte Tour bis Würzburg, durch die Weinberge am Stein und zum Schloss Werneck vielleicht auch wegen der großen Hitze ohne Klimaanlage im Oldtimer nicht zumuten. Immerhin war der älteste Wagen von 1928, und nicht jeder hatte den Fahrkomfort des Mercedes 450 SEL von 1976.


Rund 150 Teilnehmer

Aber die etwa 150 Teilnehmer der Eleganz-Wertung reichten der Jury, um sich für die 1960 in Bremen gebaute Borgward Isabella als schönstes Fahrzeug unter allen Oldtimern zu entscheiden. Auf den zweiten Platz kam der Jaguar XK120 OTS von 1950, auf Platz 3 der Cadillac Club Coupe von 1942.

Während die Juroren Alfred Schrenk als Stellvertreter des Landrats, Bürgermeister Anton Schick, Casino-Chefin Heidrun Vorndran, Bad Kissingens Rosenprinzessin Stefanie Schubert und die fränkische Weinkönigin Christin Ungemach aus Nordheim (Main) die Qual der Wahl hatten, beschenkten die bayerischen Könige in ihrer schmucken blauen Uniform mit Kaiserin Auguste Viktoria unter sengender Sonne alle Fahrerteams mit Bocksbeuteln.
Besonders bei Rallye-Stammgast Pietro Messina aus Dittelbrunn kam diese freundliche Geste so gut an, dass er als einziger Fahrer spontan seinen engen, 66 Jahre alten Fiat Topolino C verließ, um Jury und Majestäten mit Handschlag zu begrüßen. Treueste Teilnehmer der "Sachs-Franken-Classic" waren aber wieder Ulrike und Thorsten Michel aus Bad Homburg, die seit der Premiere im Jahr 2000 alle 15 Rallyes mitgefahren sind.

Nur wegen der Oldtimer-Veranstaltung war Manfred Kratsch mit seiner Frau am Sonntag aus Maroldsweisach gekommen. Er fährt selbst zwei Oldies, einen VW-Käfer von 1974 und einen der ersten VW-Golf. Seit über zehn Jahren sind Oldtimer sein Hobby. Vor allem, dass die schmucken Autos mitten durch den Kurpark fahren dürfen, begeistert ihn: "Das gehört einfach hierher."

Ein echter Motorsport-Fan ist auch Marion Robacki aus Freiberg in Sachsen. Die Oldtimer waren der Höhepunkt ihres Kuraufenthalts, obwohl sie selbst Motorrad fährt - wie früher schon die Eltern und neuerdings ihre Tochter: "Motorsport steckt uns im Blut." Im vergangenen Jahr ist sie sogar zur Sportrallye-Weltmeisterschaft nach Finnland gefahren. Diesmal kamen die Oldtimer zu ihr nach Bad Kissingen.


"Es war sensationell"

Aus Finnland kam bei der diesjährigen Sachs-Franken-Classic keiner der Teilnehmer, aber neben der Mehrzahl aus Deutschland sehr viele aus der Schweiz sowie vereinzelt aus Großbritannien und Luxemburg. "Alle Teilnehmer fanden es sensationell, einfach toll", freute sich Organisator Karlheinz Schott am Sonntagabend und gibt dieses Lob gern an die Stadt Bad Kissingen weiter. "Das Ambiente hier ist super, alles ist stimmig."

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren