Rottershausen
Erfolgsmodell

Eintreten in den Musikgarten

Die musikalische Früherziehung fördert die Entwicklung der Kinder.
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Beim Musikverein Rottershausen startete wieder die musikalische Früherziehung. Auf unserem Foto freuen sich die Mädchen und Jungen mit ihren Instrumenten mit Musiklehrerin Mareike Wütscher (Mitte), Dirigent Siegbert Keßler (l.) und 2. Vorsitzendem Heribert Seufert. Foto: Stefan Geiger
Beim Musikverein Rottershausen startete wieder die musikalische Früherziehung. Auf unserem Foto freuen sich die Mädchen und Jungen mit ihren Instrumenten mit Musiklehrerin Mareike Wütscher (Mitte), Dirigent Siegbert Keßler (l.) und 2. Vorsitzendem Heribert Seufert. Foto: Stefan Geiger
"Ach schade. Wirklich schon vorbei?" So reagierten die Kinder am Ende ihrer Musikstunde mit ihrer Lehrerin Mareike Wütscher. Sie leitet über die Musikschule Münnerstadt drei Gruppen zur musikalischen Früherziehung beim Musikverein Rottershausen.

"Wir sind sehr froh, dass so viele Kinder unser Angebot angenommen haben", zeigte sich stellvertretender Vorsitzender Heribert Seufert sehr zufrieden: "Ganz wichtig war, dass der Musikgarten bei uns läuft, die
Lehrerin zu uns ins Musikerheim kommt und die Kinder nicht nach Münnerstadt gebracht werden müssen. Wir stellen Raum und die Instrumente zur Verfügung." 1200 Euro hat der Verein investiert. Die Ausbildungskosten regeln die Eltern direkt mit der Musikschule.

Die Resonanz freut auch Dirigent Siegbert Keßler: "18 Mädchen und Buben in drei Gruppen, das ist eine gute Basis. Traum wäre, wenn viele im Anschluss an die Früherziehung ein Instrument lernen. In der Kapelle ist später jeder willkommen." Die Chancen stehen nicht schlecht, wenn der Eifer der Jüngsten anhält. Die Musiklehrerin fördert die Begeisterung, die bei jedem Übungsabschnitt bei den Kindern entsteht.
Mareike Wütscher arbeitet seit zehn Jahren hauptberuflich an den Musikschulen Bad Neustadt und Münnerstadt. Ihre Arbeit in Rottershausen macht ihr sehr viel Freude: "Die Kinder kommen sehr gerne. Die Eltern stehen voll dahinter. Das ist nicht überall so."

Mitten ins Familienleben

"Durch Singen, Musizieren, Bewegen und Musikhören wird die natürliche musikalische Veranlagung entwickelt. Einfache Instrumente wie Klanghölzer, Glöckchen, Rasseln und Trommeln führen in die Welt der Klänge ein", erklärt Wütscher. Der Musikgarten führe spielerisch zur Musik hin und mache Musizieren zu einem festen Bestandteil des Familienlebens.

Auf Leistungsstreben wird gänzlich verzichtet: "Das Konzept soll einfach Spaß machen. Der Musikgarten als musikalische Frühförderung strebt an, Musik in breiter Vielfalt zu erleben, Musik als Bindeglied zwischen Kind und Erwachsenen zu erfahren und Erwachsene mit spielerischem Muszieren vertraut zu machen. Das gilt vor allem für unsere Jüngsten."

Drei altersgemäße Gruppen

Die drei Gruppen sind nach Alter eingeteilt: zwei bis drei Jahre, vier Jahre und fünf bis sechs Jahre. Die Jüngsten - so erklärt die Musiklehrerin - begleiten Musikkater und Tripptrappmaus. Sie lernen Reime und Lieder, Rhythmen und Melodien. Immer wieder passiert es, dass eigene Ideen auftauchen: "Schau mal, ich hab ein Lied, eine Melodie, einen Tanzschritt erfunden." Das sind Meilensteine in der persönlichen Entwicklung und Nährboden, auf dem später Interesse für Musik und Bewegung wachsen kann.

In den beiden nachfolgenden Gruppen lernen die Kinder neben Tanzen und Musizieren auf Percussionsinstrumenten bereits Lieder auf dem Glockenspiel. Das führt hin zu den Grundlagen der Musiklehre, aber immer spielerisch und ohne Druck.

Das Projekt läuft in Rottershausen ausgezeichnet. Der Musikverein engagiert sich finanziell, um die Belastungen für die Familien so niedrig wie möglich zu halten. Im Frühjahr soll ein weiterer Kurs für Kinder zwischen drei und fünf Jahren beginnen. Dazu findet am Donnerstag, 20. Februar, um 15 Uhr eine kostenlose Schnupperstunde im Musikerheim statt.

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