Bad Kissingen
Empfang

Einsatzbereitschaft wird anerkannt

Die Stadt hat den Einsatz ihrer Freiwilligen Feuerwehren gewürdigt. 374 Mal mussten sie heuer schon ausrücken.
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Nicht immer brennt es, wenn die Freiwillige Feuerwehr ausrücken muss: Die Zahl der technischen Hilfeleistungen steigt seit Jahren ständig an. Foto: Peter Rauch/Archiv
Nicht immer brennt es, wenn die Freiwillige Feuerwehr ausrücken muss: Die Zahl der technischen Hilfeleistungen steigt seit Jahren ständig an. Foto: Peter Rauch/Archiv
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Harald Albert, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Bad Kissingen und Stadtbrandinspektor, brachte es auf den Punkt: "Der Empfang der Stadt Bad Kissingen für uns mit Ehrungen für den geleisteten aktiven Feuerwehrdienst stellt jedes Jahr einen Höhepunkt bei den Feuerwehren der Großen Kreisstadt dar." Werden hier doch Feuerwehrdienstleistende geehrt, die jahrzehntelang ehrenamtlich und selbstlos anderen in Not geratenen Bürgern helfen.

Dass die Feuerwehren
der großen Kreisstadt auch 2015 ein arbeitsreiches Jahr hatten, machte Albert an zwei Zahlen fest. So rückten die Wehren der Stadt Bad Kissingen in diesem Jahr bereits 374 Mal aus und leisteten dabei 5100 Arbeitsstunden.

Mit Zahlen jonglierte auch Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD). 1890, so hatte er herausbekommen, war in Ulm der damals weltweit höchste Kirchturm fertig geworden. Aus dieser Zeit stamme auch eine enge Verbindung zu Bad Kissingen. Denn Konrad Dietrich Magirus, zu dieser Zeit einer der ersten Feuerwehrkommandanten Ulms, war auch Begründer der Firmen Magirus Brandschutz und Magirus Deutz, die Feuerlöschfahrzeuge produzierten, die auch jahrzehntelang in Bad Kissingen zur Brandbekämpfung eingesetzt wurden. "Früher", so der OB, "waren Kirchtürme der Ausdruck von Stolz und Bürgertum. Heute, wo oft das Ich vor das Wir gestellt wird, ist die Feuerwehr das Zeichen, dass es in der Stadt noch passt". Auf sie könne man stolz sein.


Anschaffung aus Eigenmitteln

In dem Zusammenhang erinnerte der OB daran, dass die Garitzer Feuerwehr eine alte Tradition fortgesetzt habe und ein Fahrzeug komplett aus eigenen Mitteln gekauft und völlig neu ausgebaut habe: "Ich ziehe den Hut vor euch und ermutige euch, erst recht stolz darauf zu sein, denn nur so ist die Zukunft gesichert und auch der Feuerwehrnachwuchs."


Stadt bekennt sich zu den Kosten

Die Stadt gebe Zeugnis und Bekenntnis durch Neuanschaffungen, denn "wir stehen zu unseren Wehren". Allein eine Besatzung von einer berufsmäßigen Staffel (sechs Personen) koste die Stadt 1 Million Euro pro Jahr, nicht gerechnet der Fuhrpark, betonte der Oberbürgermeister. Und er schloss: "Vielen Dank dafür, dass ihr, die Feuerwehren der Großen Kreisstadt, die Stadt wieder ein Jahr sicherer gemacht habt."

Dass das Feuerwehrwesen seine Kräfte vor allem auf dem flachen Land im wesentlichen aus dem Ehrenamt schöpft, betonte auch stellvertretende Landrätin Monika Horcher. "Niemals könnte die Feuerwehr die von ihr verfolgten Ziele und die damit selbst gestellten Aufgaben verwirklichen, wenn nicht tausende und abertausende von Bürgerinnen und Bürgern aller Altersstufen sich dafür ehrenamtlich zur Verfügung stellen würden."


Die Zahl der Wehrfrauen wächst

Horcher erinnerte daran, dass es allein in Bayern rund 320 000 ehrenamtlich tätige Feuerwehrleute bei fast 7700 Freiwilligen Feuerwehren in den Städten und Gemeinden gebe. Auch habe in den letzten Jahren die Zahl der aktiven Feuerwehrfrauen erfreuliche zugenommen, sodass heute auf rund 25 000 Brandschützerinnen zurückgegriffen werden kann.

Gemeinsam mit der Landkreisfeuerwehrführung und Oberbürgermeister Kay Blankenburg überreichte die stellvertretende Landrätin das Staatliche Ehrenkreuz in Silber bzw. Gold an all jene, die 25- bzw. 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geleistet haben, unter ihnen auch Generalvikar Thomas Keßler, der schon als Jugendlicher seiner Heimatfeuerwehr als Aktiver beitrat und auch in Bad Kissingen als Notfallseelsorger mit der Feuerwehr vor allem zu schweren Verkehrsunfällen ausrückte.
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