Garitz
Rückschau

Ein wenig Wehmut zum Jubiläum

Am 16. September 1973 wurde die St. Elisabeth-Kirche in Garitz eingeweiht und dieses Jubiläum feierte die Kirchengemeinde mit einem Festgottesdienst.Die Resonanz aber hielt sich in Grenzen - vor allem bei einst hier Getauften.
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Ein Blick in die St. Elisabeth-Kirche in Garitz. Sie wurde vor 40 Jahren eingeweiht. Einige Sanierungsarbeiten stehen bevor.  Foto: Klaus Werner
Ein Blick in die St. Elisabeth-Kirche in Garitz. Sie wurde vor 40 Jahren eingeweiht. Einige Sanierungsarbeiten stehen bevor. Foto: Klaus Werner
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Es war ein Gottesdienst voller Jubiläen - und dies im Beisein des "Bauherrn" Pfarrer a. D. Arno Stöcklein: 40 Jahre Kircheneinweihung, 25 Jahre Glockenturm und 20 Jahre Orgeldienst durch Christine Stumpf, aber auch voller Nachdenklichkeit. So bekannte Pfarrer Edwin Ziegler in seiner Predigt, dass man fast alle 856 Personen eingeladen hatte, die in der Elisabeth-Kirche getauft worden sind: "Nur zwei haben abgesagt, die übrigen haben sich nicht gemeldet."

Welche
Bedeutung habe die "Kindertaufe" noch, wenn sie ohne Folgen bleibe, wenn man dadurch nicht Teil von Gottes Familie werde. Jeder solle sich fragen, "fühle ich mich als Gottes geliebter Sohn oder geliebte Tochter - oder bin ich weggelaufen von Gott". Anhand von drei Gleichnissen belegte er die Freude Gottes über jeden Menschen im Glauben, doch spüre er bei den Gläubigen sehr wenig von dem, was Gott uns in seiner Liebe schenkt. Gestaltet wurde der Gottesdienst durch den Kinder- und den Kirchenchor der Pfarrei unter der Leitung von Christine Stumpf.

Beim anschließenden Empfang im Pfarrsaal wartete ein Rückblick in Bildern auf die Gäste, wobei Erwin Hippler kurz die Entstehungsgeschichte der Kirche, die der heiligen Elisabeth von Thüngen geweiht ist, erläuterte. Aufmerksam verfolgte Pfarrer a. D. Stöcklein die Präsentation, denn er musste bereits zwei Jahre nach Dienstantritt in Garitz als Bauherr auftreten und war - wie Zeitzeugen berichteten - sehr oft als "Bauarbeiter" auf der Baustelle am ehemaligen "Suckfüll-Eissee" an der Garitzer Kreuzung dabei. Noch heute erinnert sich Stöcklein daran, dass der Glockenturm größer gebaut wurde "als er ursprünglich genehmigt war" und wie er zusammen Johannes Köhler und anderen Garitzern die fünf Glocken bzw. die Orgel aussuchte. Dass ein Bauwerk, das mittlerweile vier Jahrzehnte auf dem Buckel hat, Investitionsbedarf habe, erläuterte Erwin Hippler. So müssten die Leimbinder des Kirchendaches ertüchtigt werden und für das Pfarrzentrum mit angrenzendem Kindergarten stehe eine energetische Sanierung bevor.

Am 21. Juni 1972 begannen die Bauarbeiten; am 30. Juli desselben Jahres wurde der Grundstein gelegt. Die Weihe der St. Elisabeth-Kirche erfolgte am 16. September 1973 unter dem Würzburger Bischof Josef Stangl. Der neben der Kirche angesiedelte und vom St.-Johannes-Verein betriebene St.-Elisabeth-Kindergarten wurde am 13. Oktober 1974 eingeweiht, nachdem der Kindergartenbetrieb bereits am 1. Oktober 1974 gestartet war. red

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