Bad Kissingen
Winterzauber

Ein guter Mix aus Pop-Jazz-Soul

Der Gitarrist Torsten Goods versteht es, sein Publikum mitzureißen. Jetzt gastierte er erstmals in Bad Kissingen.
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Torsten Goods (vorne) und seine Band (von links): Jan Miserre, Thomas Stieger und Felix Lehrmann.  Foto: Peter Klopf
Torsten Goods (vorne) und seine Band (von links): Jan Miserre, Thomas Stieger und Felix Lehrmann. Foto: Peter Klopf
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Brillante Jazzgitarristen gibt es einige - gute Sänger und Komponisten finden sich darunter wenige. Wenn Gitarrist Torsten Goods mit dem Plektrum über die Saiten streicht, beginnt man als Zuhörer zu träumen. Spiritual, Blues und Rootsmusik ist der kreative Ausgangspunkt auf Torsten Goods neuem, mittlerweile sechstem Album "Thank You Baby!". Mit seiner Band - bestehend aus Jan Miserre am Piano, Thomas Stieger am Bass und Felix Lehrmann an den Drums - begeisterte er die
Zuhörer im fast ausverkauften Rossini-Saal bei seinem ersten Konzert in Bad Kissingen.
Torsten Goods verfügt nicht nur über ein meisterhaftes Gitarrenspiel, sondern auch über eine sensible und ausdrucksstarke Stimme, die im Blues ebenso zuhause ist wie in Swing und Pop. Die Musik des 35-jährigen Musikers besticht durch einen entspannten Mix aus Pop-Jazz-Soul-Standards und eigenen Songs. Der Groove stimmt, auch die Scatpassagen, wenn er mit seiner Gitarre um die Wette singt, und die Arrangement, überzeugen. Sogar die Sängerin Sarah Connor hat den Erlanger Gitarristen und Sänger Torsten Goods in ihre international besetzte erstklassige Combo für ihre Tournee geholt, was für ihn spricht.
Auch wenn die Akustik im Saal für diese Art von Musik weniger geeignet ist, Torsten Goods und seine Band begeisterten von Anfang an. Es war einfach schön, wie die Musiker bei der Interpretation der Chorusse sich gegenseitig die Melodie zuschoben, um sie dann wieder zu übernehmen. Lautstärkemäßig galt hier auch der Satz: "Ein bisschen weniger ist manchmal mehr."
Beim Publikum so beliebte Evergreens wie "Worksong", "Brother who are you" oder "Hallelujah, I love her so" interpretieren die Musiker mit gekonnter Lässigkeit.
Bestechend auch Jan Miserre am Piano und Felix Lehrmann an den Drums. Beide sind ausgezeichnete Musiker, die ganz in ihrer Musik aufgehen. Besonders der Drummer Felix Lehrmann, der mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit und viel Körpereinsatz das Drumset bei seinen Soli bearbeitete.
Nicht nur das Ambiente gefiel den Musikern, sondern auch das Publikum, welches aufgepeitscht mitging. Dementsprechend gut war auch die Stimmung im Rossini-Saal. "Es war heute unser erstes Konzert in Bad Kissingen. Aber es hat uns riesigen Spaß gemacht", sagte Torsten Goods am Ende des Konzertes. Dies war keine leere Worthülse. Als Zuhörer konnte man fühlen, wie die Musiker in ihrer Musik aufgingen und den Beifall des Publikums förmlich aufsaugten.

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