Bad Kissingen
Festival

"Ein feste Burg ist unser Gott"

Kantatengottesdienste und Kissinger Sommer gehören zusammen. "Eine feste Burg ist unser Gott" von Johann Sebastian Bach stand auf dem Programm.
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Katrin Edelmann (Alt) und Stephan Scherbe (Tenor) beeindruckten mit dem Duett "Wie selig sind doch die, die Gott im Munde tragen". Foto: Peter Klopf
Katrin Edelmann (Alt) und Stephan Scherbe (Tenor) beeindruckten mit dem Duett "Wie selig sind doch die, die Gott im Munde tragen". Foto: Peter Klopf
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"Kantatengottesdienste in der Erlöserkirche und Kissinger Sommer gehören zusammen. Seit Anfang an haben sie einen festen Platz im Rahmen des Festivalprogrammes", so Marie-Luise Biedermann, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes der evangelischen Erlösergemeinde Bad Kissingen, bei ihrer Begrüßung zum diesjährigen Kantatengottesdienst. Anlässlich des Jubiläumsjahres "500 Jahre Reformation" stand die Kantate für Soli, Chor und Orchester "Ein feste Burg ist unser Gott", BWV 80, von Johann Sebastian Bach auf dem Programm. Ausführende waren Ilse Berner (Idar-Oberstein), Sopran, Katrin Edelmann (Premich), Alt, Stephan Scherpe (Leipzig), Tenor, Eric Fergusson (München), Bass, der Würzburger Madrigalchor und das um Oboen, Pauken und Trompeten erweiterte Kammerorchester Bad Kissingen. Die musikalische Gesamtleitung hatte Kirchenmusikdirektor Jörg Wöltche.
Was die Akteure zeigten, war professionell, bezauberte und verblüffte zugleich, denn sie schufen eine Interpretation, die unter die Haut ging. Man konnte nur staunen, welche Perfektion die Musiker, Chor und Sänger den Zuhörern boten.
Dekan Oliver Bruckmann rundete mit einer zu Herzen gehenden Predigt den überaus positiven Eindruck der Kantate ab. "Unsere Kirche gedenkt heute der Augsburger Konfession. Vor 487 Jahren am 25. Juni 1530 überreichten die evangelischen Reichsstände auf dem Augsburger Reichstag ihr Bekenntnis dem Kaiser. Von dem einen Gott ist darin die Rede, der alles geschaffen hat. Der in Jesus Christus zur Welt gekommen ist, um seine gute Schöpfung von allen bösen Mächten dieser Welt, auch von menschlicher Sünde zu befreien", so Bruckmann. Gott sei nicht gegen, sondern für die Menschen, die sich ihm anvertrauen. Wir seien Gott recht, und er sei uns gut - so der Dekan. "Von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist, kann uns nichts trennen. Denn: "ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen", sagte Oliver Bruckmann zum Abschluss.
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