Laden...
Bad Kissingen
Quellenkönigin

Ein Traum aus blauem Taft

Marie Sophia Markert zeigte sich zum ersten Mal mit ihrem Kleid für das Rakoczyfest. Ihre Mutter hat es selbst entworfen. Perlen im Haar symbolisieren Wassertropfen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die neue Quellenkönigin Marie Sophia Markert stellt Fürst Rakoczy ihr Kleid vor. Foto: Sigismund von Dobschütz
Die neue Quellenkönigin Marie Sophia Markert stellt Fürst Rakoczy ihr Kleid vor. Foto: Sigismund von Dobschütz
+13 Bilder
Da staunten die Spaziergänger am Samstagnachmittag in Rosen- und Kurgarten nicht schlecht, als ihnen plötzlich Fürst Ferenc II. Rákóczi (Timo Baier) in schmucker Uniform entgegen kam. Zumal er nicht allein war: Galant führte er an seiner Hand die diesjährige Quellenkönigin, dargestellt von Marie Sophia Markert (22) aus Arnshausen, in ihrem schulterfreien wasserblauen Taftkleid zum ersten Auftritt in der Öffentlichkeit.

Immer wieder standen Passanten mit der Kamera in der Hand vom Kaffeetisch auf, immer wieder ließ sich das fesche Paar fotografieren. Fotografiert zu werden, gehört eben dazu, wenn man als Promi erkannt wird. Während Timo Baier als Fürst dies seit 2001 gern über sich ergehen lässt, ist es für die 22-jährige Architektur-Studentin eine neue Erfahrung. Doch ohne Scheu lächelt sie in die Kameras. Öffentliche Auftritte sind ihr als Pianistin und Ballett-Tänzerin nicht fremd. Als junge "Balletteuse" hatte sie sogar schon ihre ersten Auftritte beim Rakoczyfest.


Im Prüfungsstress

"Bad Kissingens Quellenkönigin zu sein, ist aber schon "ein ganz besonders schönes Gefühl", gibt sie offen zu. Aufgeregt ist sie trotzdem noch nicht. Sie steckt gerade im Prüfungsstress. Projektarbeiten müssen zum Abschluss ihres vierten Semesters an der Fachhochschule Würzburg abgegeben und Klausuren noch geschrieben werden. Erst Mitte Juli wird sie Zeit haben, sich mental auf die "drei tollen Tage" vorzubereiten. Immerhin muss sie sich noch ein paar nette Worte für ihre offizielle Vorstellung am Freitagnachmittag (25. Juli) ausdenken. "Ich weiß noch gar nicht, was ich sagen soll."

Zum Glück brauchte sie sich während ihrer laufenden Prüfungsphase nicht auch noch selbst um das Kleid der Quellenkönigin kümmern. "Das hat alles meine Mama gemacht." Mutter Petra ist auf vielfache Weise künstlerisch aktiv. Von ihr stammt beispielsweise der Entwurf für die Fassadenmalerei der Heiligenfeld-Kliniken, nebenberuflich arbeitet sie auch als Glaskünstlerin.


In vielen Nächten genäht

Nachdem das schon im Februar ausgesuchte Kleid letztlich doch nicht den Vorstellungen von Mutter und Tochter entsprach, entwarf Mutter Petra kurzerhand das Kleid selbst und nähte "die vielen Meter Taft", wie Tochter Marie Sophia es ausdrückt, "in vielen Nächten" zusammen. Sie selbst habe zwar auch am Entwurf mitgewirkt. "Aber die besten Ideen stammten von Mama."


Erlesener Haarschmuck

Das Endergebnis kann sich wirklich sehen lassen und zwingt jeden Spaziergänger in Rosen- und Kurgarten, vor Erstaunen stehenzubleiben. Gekrönt wird die textile Komposition durch einen Haarschmuck aus geklöppeltem Silberdraht, der mit Perlen besetzt ist. Marie Sophia Markert: "Das sind Wellen mit Wassertropfen." Gefertigt hat diesen zierlichen Kopfschmuck eine Freundin ihrer Mutter, die Silberschmiedin Silke Fuchs aus Fladungen.

Eine andere Freundin, Maskenbildnerin Roswitha Detmann aus Bad Neustadt, kümmert sich bei ihren Auftritten bis zum Rakoczy-Sonntag (27. Juli) um Frisur und Make-Up der jungen Quellenkönigin Marie Sophia Markert.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren