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Bad Kissingen
Bildung

Ein Selfie mit David Garrett

Schüler schnupperten Betriebsluft. "Jetzt weiß ich, was ich nach der Schule werden will." Nach dem Praktikum präsentierten die Schüler der Anton-Kliegl-Mittelschule ihre "Betriebliche Lernaufgabe".
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Nicole Schulteis präsentiert ihre Erfahrungen im Bereich Veranstaltungskauffrau beim Praktikum im Kissinger-Sommer-Büro. Fotos: Ingo Göllner/GbF
Nicole Schulteis präsentiert ihre Erfahrungen im Bereich Veranstaltungskauffrau beim Praktikum im Kissinger-Sommer-Büro. Fotos: Ingo Göllner/GbF
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Das beste Kompliment, das man sich vorstellen kann, kam von den Schülern selbst: "Durch das Praktikum weiß ich jetzt, was ich nach der Schule werden will.", sagte ein 15-jähriger Schüler, der in einem Sanitär- und Heizungsbaubetrieb war und den Beruf "Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik" ausprobiert hat.
Die sehr gut besuchte Präsentation der "Betrieblichen Lernaufgaben" in der Anton-Kliegl-Mittelschule hatte einiges zu
bieten. Auf diesen Höhepunkt des Schuljahres haben die Schü-lerinnen und Schüler der beiden 8. Klassen ein Schulhalbjahr hingearbeitet. Schulleiter Ha-rald Bötsch dankte allen, die die Schule bei der Umsetzung des Projektes unterstützt haben und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den Klassenleiterinnen und dem Netzwerkbetreuer Ingo Göllner der Gesellschaft zur beruflichen Förderung (GbF) Schweinfurt.

Mehrere Wochen im Betrieb

Nach der Einführungswoche im März dieses Jahres, waren die Schüler über mehrere Wochen jeden Donnerstag im gleichen Betrieb, um in die Berufswelt hineinzuschnuppern. Begleitend dazu bereiteten sie sich in der Schule auf den großen Tag vor. Auf einer Pinnwand oder mittels Power-Point-Präsentation stellten sie ihren Betrieb und den Ausbildungsberuf vor. Dazu präsentierten sie noch Werkzeuge und andere Ausstellungsobjekte aus dem Betrieb.
Marco, der als Forstwirt sein Praktikum beim Bundesforstbetrieb in Hammelburg abgeleistet hat, hat neben der Schutzausrüstung eines Waldarbeiters gleich noch eine Kettensäge mitgebracht. Angela und Sabina waren im Friseurbetrieb "Hair and more" und zeigten an Mitschülerinnen wie man eine Hochsteckfrisur und eine Handmas-sage macht. Dieses Angebot wurde auch von den Besuchern gerne angenommen.
Auf der Bühne präsentierte Nicolette den Beruf "Kauffrau für Büromanagement". Sie war bei der Firma "Change Lifes" in Euerdorf für das Tagesmotto auf der Facebookseite des Unter-nehmens verantwortlich, was ihr sichtlich Freude bereitet hat. Maja war im Modehaus Grom als Verkäuferin bzw. Kauffrau im Einzelhandel und hat ihr Lieblingssommeroutfit an einer Schaufensterpuppe gleich mitgebracht.
Nicole und Elisa halfen im Büro "Kissinger Sommer" der Stadt Bad Kissingen bei der Vorbereitung verschiedener Veranstaltungen. Der Ausbildungsberuf nennt sich "Veranstaltungskaufmann/-frau". Sie haben ein Transparent von David Garrett aufgestellt, vor dem die Besucher "Selfies" mit dem berühmten Stargeiger machen können.
Die beiden Klassenleiterinnen Heike Fischer (8a) und Anja Künzl, 8b erklärten dem Publi-kum, worum es beim Berufsorientierungsnetzwerk (BON) geht: Bereits in der 7. Klasse nehmen die Schüler an einer sogenannten Potentialanalyse teil. Im Anschluss durchlaufen sie in zwei Projektwochen in den Werkstätten eines Bildungsträgers verschiedene Berufsbereiche. In der 8. Klasse suchen sich die Jugendlichen pro Schulhalbjahr einen Praktikumsbetrieb für ein Langzeitpraktikum. Dort lernen sie, nach einer Einführungswoche, durch den kontinuierlichen Praxistag den Betrieb und den Beruf genauer kennen. Während dieser Zeit arbeiten die Jugendlichen eine "Betriebliche Lernaufgabe" aus, die am Ende vor Publikum präsentiert wird.
Für die Stadt Bad Kissingen lobte der 3. Bürgermeister Thomas Leiner die Schülerinnen und Schüler: "Hier ist jeder Euro, den wir für die Schule ausgeben, gut angelegt."
Stellvertretender Landrat Alfred Schrenk hob in seinem Grußwort hervor, dass der Landkreis Bad Kissingen Vorreiter in der Region war und das aktuelle Berufsorientierungsnetzwerk die Weiterentwicklung des Netzwerkes Wirtschaft-Schule sei, das es bereits seit 2008 gibt.

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