In den Räumen zeigte sich, dass diese Bitte auch angebracht war. Es ist ein schmuckes Haus geworden. "Es hat viel Geld gekostet, was auch hin und wieder zu kritischen Anmerkungen führt, aber was entstanden ist kann sich sehen lassen", betonte der Bürgermeister. "Hassenbach erhält einen hervorragenden Dorfmittelpunkt". Von vielen Seiten sei inzwischen Lob gekommen für die Maßnahme.
Ortsbeauftragte Gabriele Pentenrieder betonte, dass viele Ortsbürger die Räume mit seiner neuen Ausgestaltung noch nicht sehen konnten. "Ich bin mir sicher, auch sie werden zufrieden sein". Es soll ein Haus der Gemeinschaft und der Begegnung für die Hassenbacher werden, wurde bisher immer wieder betont. Erstmals einen Zugang für die Allgemeinheit wird es bei der Bürgermeisterwahl am 21.Oktober geben. Auf den Wahlbenachrichtigungskarten steht nämlich als Abstimmungsraum "Gemeindehaus Hassenbach Schulstraße 1".

Gutes Handwerk


Tatsache ist, dass bei der Sanierung des Gebäudes und der Außenanlagen bisher nicht gespart wurde. So erhielt der etwa 40 Personen fassende Gemeinschaftsraum massive Eichenmöbel. Sie wurde dafür eigens von einer örtlichen Schreinerei angefertigt. Auch die Küche mit Elektroherd, Kühlschrank, Spülmaschine ausgestattet, wurde aus massivem Eichenholz geschaffen. Mittlerweile hat im Gemeinschaftsraum auch der Hassenbacher-Eichengemeindeschrank aus 1821 neben dem Kachelofen seinen Platz gefunden. Beheizt wird das gesamte Gebäude mit Erdwärme.
Jetzt braucht man nur hoffen, dass die Hassenbacher, die ja seit Jahren keine Gastwirtschaft mehr haben, hier auch gemütlich feiern. Die oberen Räume des Gebäudes sollen der Ortsgeschichte gewidmet werden. Vorgesehen sind im 1.Stock wechselnde Ausstellungen. Hubert Schenk mit seiner Ehefrau Birgit wollen sie darum kümmern. Die weiteren Räume im Dachgeschoss, die ebenfalls auf Vordermann gebracht wurden, sollen historische Gegenstände aufnehmen, ähnlich der Ausstellung bei der 700 Jahrfeier des Ortes im Jahr 2003.

"Die richtige Entscheidung"


In allen oberen Bereichen wurden die jahrhundertealten Holzfußbodendielen belassen. Sie machen nach dem kompletten Abschleifen einen sehr guten Eindruck. Auch die Türen aus der alten Pfarrhauszeit sind geblieben. Kleine Ausschnitte an den Wänden und Türen zeigen die alte Handwerkskunst, wie die bemalten Wände oder ehemalige Lackschichten der Türen. Auch die alten Holztreppen im Gebäude wurden aufgearbeitet und geben dem Treppenhaus ein angenehmes Bild.
"Es ist hervorragend gelungen und es ist gut, dass das Gebäude erhalten bleibt", war die Meinung der Räte. Auch im Außenbereich, wo derzeit noch gearbeitet wird, zeigten sich die Räte zufrieden. Nahezu fertig gestellt sind der neue Laubengang und die Gerätehalle, die freien Flächen wurden angesät, die Zufahrt teils bereits gepflastert.
Selbst der etwa sechs Meter tiefe Brunnen wurde gesäubert und der Brunnenkopf neu gestaltet. Derzeit wird nun auch der Platz gegenüber des Pfarrhauses mit dem Gemeindebackhaus und der Druckerhöhungsanlage neu gestaltet. "Das gesamte Ensemble soll ein Dorfmittelpunkt werden", sagte der Bürgermeister. Hier sollen neben den Hassenbachern viele Besucher und Gäste gut feiern können. Ich bin mir sicher wir haben mit dem Erhalt des Gebäudes und den durchgeführten Maßnahmen die richtigen Entscheidungen getroffen".
Der Bürgermeister dankte den Hassenbachern, die mit Eigenleistung immer wieder zur Stelle waren und noch sind. Auch bei der Grüngestaltung wurde die Mithilfe bereits zugesichert. In nächster Zeit sollen die Anlagen mit Pflanzen, dazu gehören auch großkronige Kastanien und Nussbäume, bepflanzt werden.