Nüdlingen

Ein Nüdlinger Florians-Festzug der besonderen Art

Nicht nur der Florianstag stand in Nüdlingen im Mittelpunkt des Geschehens, sondern die Würdigung des langjährigen Kreisbrandinspektors Edwin Frey.
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Einen Festzug durch die Straßen Nüdlingens bis in die Kirche gab es beim Florianstag. An der Spitze marschierte viel Prominenz, unter anderen KBR Benno Metz, Bürgermeister Harald Hofmann, Stellvertreter Stephan Schmitt, Alexander Frey (Kommandant der Nüdlinger Wehr), dahinter KBI Edwin Frey, die frühere stellvertretende Landrätin Magdalena Dünisch, Bürgermeister Franz Kuhn (Oerlenbach) und Bürgermeister Helmut Blank (Münnerstadt). Foto: Arthur Stollberger
Einen Festzug durch die Straßen Nüdlingens bis in die Kirche gab es beim Florianstag. An der Spitze marschierte viel Prominenz, unter anderen KBR Benno Metz, Bürgermeister Harald Hofmann, Stellvertreter Stephan Schmitt, Alexander Frey (Kommandant der Nüdlinger Wehr), dahinter KBI Edwin Frey, die frühere stellvertretende Landrätin Magdalena Dünisch, Bürgermeister Franz Kuhn (Oerlenbach) und Bürgermeister Helmut Blank (Münnerstadt). Foto: Arthur Stollberger
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Der ehrenamtliche Dienst an der Gemeinschaft, den die Freiwilligen Feuerwehren landauf landab nach dem Motto "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" leisten, verdient Dank und höchste Anerkennung. Dies wird der Öffentlichkeit nicht zuletzt bei den Florianstagen bewusst gemacht. Im Mittelpunkt des Florianstages, der am Samstag in der Gemeinde Nüdlingen begangen wurde, stand die Verabschiedung des Kreisbrandinspektors (KBI) Edwin Frey.

Seine Dienstzeit geht mit dem Erreichen der Altersgrenze von 63 Jahren am 30. April zu Ende. Frey zeigte sich hocherfreut über das Erscheinen von gut 300 Feuerwehrkameraden aus 28 Feuerwehren seines Inspektionsbereichs. Von der Schlossberg-Grund- und Mittelschule aus marschierten sie mit ihren Fahnenabordnungen durch die Ortsstraßen zur Kirche, wo der traditionelle Gottesdienst stattfand. Pfarrer Dominik Kesina zog die Verbindungslinie zwischen dem christlichen Märtyrer Florian und den heutigen Aktiven der Feuerwehr, die auch "Floriansjünger" genannt werden. "Christus und Florian sind zwei Vorbilder für die Kraft und die Tapferkeit, die die Feuerwehrmänner und -frauen für ihre Aufgabe brauchen", betonte der Geistliche.


Drehleiter aus Gerolzhofen

Nach dem Gottesdienst bewegte sich der schmucke Festzug zurück zur Schlossbergschule, wo in der Schulturnhalle viele Dankadressen und Dankessymbole an den scheidenden KBI Edwin Frey gerichtet wurden. Dessen Sohn Alexander, auch Kommandant der Nüdlinger Wehr, begrüßte zum Florianstag eine Reihe prominenter Gäste, darunter Kreisbrandrat Benno Metz, Nüdlingens Bürgermeister Harald Hofmann und die Bürgermeister der Nachbarorte, Helmut Blank (Münnerstadt) und Franz Kuhn (Oerlenbach). Frey beleuchtete bei seinem Rückblick die einzelnen Stationen seines Werdegangs. 1970 trat der in Gerolzhofen geborene Frey seinen Feuerwehrdienst bei der örtlichen Leitergruppe an.

Für ihn war es eine große Überraschung, dass zu seiner Verabschiedung die große Drehleiter der Wehr aus Gerolzhofen hergeholt wurde und die Spitze des Festzuges bildete.


Seit 2008 Kreisbrandinspektor

Im Jahre 1980 heiratete Edwin seine Frau Ruth und zog nach Nüdlingen, wo er sich als "Reingeschmeckter" in der Nüdlinger Feuerwehr engagierte. Bald wurde er Jugendwart der örtlichen Wehr und 1995 stellvertretender Kreisjugendwart. Zwei Jahre später ernannte man ihn zum Kreisbrandinspektor (KBM), 2008 erhielt er als Nachfolger des erkrankten KBI Albrecht Kiesel das Amt des Kreisbrandinspektors für den KBI-Bereich II. "Es war eine wunderschöne Zeit mit euch, bei Ausbildungen, Einsätzen, Prüfungen und Übungen", sagte Edwin Frey zu den Floriansjüngern. Er würde sich freuen, wenn diese Freundschaft nicht abreißen würde. Seinen Dank richtete er auch an die Feuerwehr Nüdlingen. Er könne sich glücklich schätzen, so eine Wehr hinter sich zu haben. Er bedankte sich auch bei der Kreisfeuerwehrführung, allen voran Kreisbrandrat Benno Metz, bei der Inspektion, den Kreisbrandmeistern und den Mitarbeitern des Landratsamtes.

Ein besonderes Dankeschön sagte Edwin Frey seiner Frau Ruth, die immer hinter ihm gestanden habe. Ohne ihr Mittun wären seine Ehrenämter nicht möglich gewesen. Seinem Nachfolger, Roland Geis, wünschte er alles Gute. Es gab stehende Ovationen für Freys Rede. Ein herzliches Dankeschön für den Einsatz zum Schutz der Bevölkerung entbot Bürgermeister Harald Hofmann für die Gemeinde Nüdlingen. Als Dankessymbol überreichte der Bürgermeister eine Schnitthapperfigur. KBR Benno Metz dankte Edwin Frey für seinen Dienst als KBM und KBI. Seine persönliche Art werde man vermissen. Eine ganze Reihe weiterer Gruß- und Dankesworte folgten. Alexander Frey, der Kommandant der Nüdlinger Feuerwehr, wies darauf hin, dass sein Vater Edwin nach dem Ende seiner aktiven Dienstzeit sich nun als Altaktiver bei der Freiwilligen Feuerwehr Nüdlingen engagieren werde. Er übergab ihm einen Schutzhelm für diese Aufgabe.







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