Ramsthal

Ein Lächeln für vorbildliche Fahrer

 Autofahrer sollten in den kommenden Tagen aufs Tempo achten.
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Smiley: Eine ähnliche Tafel wie in Untereschenbach soll in Ramsthal installiert werden. Foto: Arkadius Guzy
Smiley: Eine ähnliche Tafel wie in Untereschenbach soll in Ramsthal installiert werden. Foto: Arkadius Guzy
Autofahrer müssen ab der kommenden Woche mit Geschwindigkeitsmessungen in Ramsthal rechnen. Ein Smiley auf der Anzeigetafel gibt sofort Rückmeldung, wenn die Tempobegrenzung eingehalten wurde. Die konkreten Aufstellungsorte des Messgeräts sollen noch nicht bekannt gegeben werden. Bürgermeister Franz Büttner (Interessengemeinschaft und Aktiver Bürgerblock) hofft auf die verkehrserzieherische Wirkung, wie in der Sitzung des Gemeinderats deutlich wurde.
Um eine Belohnung ganz konkreter Art ging es dort beim Thema Abwasser. Es stellte sich die Frage, ob die Umweltfreundlichkeit mancher Ramsthaler, die eine Regenzisterne besitzen, gewürdigt werden sollte? Prinzipiell waren die Räte dafür. Dennoch lehnten sie es ab, dass bei der Berechnung der Entwässerungsgebühr zehn Quadratmeter je vollem Zisternenkubikmeter von der Berechnungsfläche abgezogen werden.
"Eine Zwischenuhr wäre die saubere Lösung auch für die Brunnenbenutzer", schlug Bernhard Gößmann-Schmitt (Interessengemeinschaft und Aktiver Bürgerblock) vor. In einer der kommenden Gemeinderatssitzungen soll darüber entschieden werden. Mit einer schriftlichen Umfrage soll bis dahin die Anzahl der privat genutzten Brauchwasserzisternen ermittelt werden.
Einigkeit herrschte im Gemeinderat bezüglich der neuen Entwässerungssatzung. Diese orientiere sich nach der bayerischen Mustersatzung und löse die veraltete Satzung ab, erklärte Büttner. Ab dem 1. Oktober ist neben dem Schmutzwasser auch das Niederschlagswasser berücksichtigt.
Eine frohe Botschaft gibt es für die Vorschulkinder in der Kindertagesstätte. "Die erhalten eine monatliche Unterstützung von 50 Euro vom Freistaat", verkündete Büttner. Während der Bürgermeister sich darüber freute, wurde seine Euphorie durch das bayerische Landesentwicklungsprogramm gedämpft. "Den Kommunen wird immer weniger Planungsfreiraum zugebilligt", erklärte Büttner. Erich Krebs (CSU-Wählergruppe) meinte: "Es gleicht einer Bevormundung der Bürger."
Immerhin konnten die Themen Klimawandel (Windkraftnutzung), Siedlungsstruktur (Belebung der Ortskerne) und Wirtschaft (Discounter bis 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche in ländlichen Gebieten) die Aufmerksamkeit der Räte wecken. Ohne weitere Stellungnahme wurde der aktuelle Änderungsentwurf des Landesentwicklungsprogramms lediglich zur Kenntnis genommen.
Kein Geld will die Gemeinde Ramsthal in das Gehwegpflaster investieren, um es für Rollatoren umzubauen. "Zu teuer", kommentierte Büttner den Kostenvoranschlag von rund 100 000 Euro, den ein Architekturbüro in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Bad Kissingen erarbeitet hatte. Zustimmung hingegen erntete eine Anfrage der Telekom, die zur Verbesserung der Breitband-Internetversorgung Leitungen aufgraben will.
Probleme mit Wohnmobilen, Wohnwagen und Lkw auf dem gemeindlichen Parkplatz wird die Räte noch in ihrer nächsten Sitzung beschäftigen. Auch Fragen zur Friedhofsplanung, die Anita Sixt (CSU-Wählergruppe) stellte, würden demnächst bei einer Haushaltsdebatte behandelt, kündigte Büttner an.

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