Eltingshausen

Ein Feldkreuz aus Dankbarkeit

Georg Zänglein aus Pfersdorf und sein Sohn haben beide eine schwere Zeit hinter sich. Weil sie beide so viele Glück hatten, stifteten sie jetzt ein Kruzifix aus Holz und stellten es in der Gemarkung Eltingshausen auf.
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Am Weg zwischen Eltingshausen und Schwarzer Pfütze errichteten die Jagdpächter Georg Zänglein Senior und Junior ein Feldkreuz aus Dankbarkeit nach Schicksalsschlägen, von denen sie sich wieder erholten. Auf unserem Foto segnet Pfarrer Balthasar Amberg das Kreuz. Rechts von ihm Vater und Sohn Zänglein. Fotos: Stefan Geiger
Am Weg zwischen Eltingshausen und Schwarzer Pfütze errichteten die Jagdpächter Georg Zänglein Senior und Junior ein Feldkreuz aus Dankbarkeit nach Schicksalsschlägen, von denen sie sich wieder erholten. Auf unserem Foto segnet Pfarrer Balthasar Amberg das Kreuz. Rechts von ihm Vater und Sohn Zänglein. Fotos: Stefan Geiger
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"Mein Vater und ich hatten im letzten Jahr ganz großes Glück. Als Dank, dass es uns beiden wieder ganz gut geht, stiften wir dieses Feldkreuz." So zeigte Georg Zänglein Junior den Hintergrund für das Werk, dem Pfarrer Balthasar Amberg den kirchlichen Segen gab, auf. Vater und Sohn Zänglein aus Pfersdorf sind seit diesem Jahr Jagdpächter der Eltingshäuser Gemarkung und wählten deshalb dort einen Platz aus. Das Kreuz steht am Weg, der von der Kissinger Straße in Eltingshausen abzweigt und zur Schwarzen Pfütze führt, am Wengert.
Georg Zänglein Senior erlitt 2013 einen Schlaganfall, von dem er sich inzwischen weitgehend erholen konnte. Der Sohn stürzte beim Skifahren und lag zwei Monate in der Klinik in Murnau. "Es stand ganz schlimm um mich. Mein Leben hing an einem seidenen Faden. Glaube und Beten gaben mir Kraft. Gott hat uns beiden geholfen", bekennt der Sohn, der in Pfersdorf seinen Betrieb "Chicken George" führt.
Zänglein Junior ist gelernter Zimmermann. "Beim Abbruch der Zehntscheune in Bergrheinfeld erwarb ich vor Jahren einige 500 Jahre alte Eichenbalken. Aus ihnen fertigte ich das Kreuz, auf das ich als Schutz ein Holzdach setzte. Den Korpus dazu stiftete meine Mutter Elisabeth. Das Werk setzten wir auf einen Findling, den wir beim Bau der A 71 erhielten. Möge die Stätte am Weg zwischen Eltingshausen und Schwarzer Pfütze möglichst viele Menschen zu Ruhe und Besinnung einladen", erklärte er.
Dieses Anliegen verdeutliche die Schrifttafel mit "Am Kreuz kommt keiner vorbei, mag mancher lästern und scherzen voll Zorn und Missmut im Herzen. Das Leben bringt Glück und birgt auch Schmerzen." Außerdem stellten die Stifter neben dem Kreuz eine massive Holzbank auf.
Pfarrer Balthasar Amberg würdigte das Glaubenszeugnis der Stifterfamilie. Von Kindheit an begleite ihn selbst das Wort "In der herrlichen Natur findest du zu Gott die Spur. Willst du Gott noch größer sehn, bleibe du am Kreuze stehn." In Franken fänden sich viele Bildstöcke und Kreuze, die oft aus Dankbarkeit entstanden seien. Das Leben erlege oft Prüfungen auf. In solch schweren Situationen schenke Jesus Trost und Zuversicht; denn Leid ende nicht mit dem Tod, sondern führe zur Auferstehung. "Dafür ist dieser Bildstock mit dem gekreuzigten Herrn ein beeindruckendes Zeichen", betonte Pfarrer Amberg, ehe er das Glaubenszeichen segnete.
Die Feier umrahmten Elisabeth Zänglein an der Hammondorgel und die Jagdhornbläser Bad Kissingen. Viele Bewohner zeigten ihre Verbundenheit und tauschten sich beim gemütlichen Miteinander, zu dem die Familie Zänglein einlud, aus. Der Erlös wird dem Kindergarten Eltingshausen gespendet.

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