Ebenhausen
Faschingsclub

Ein Domizil für die Dreschmaschine

Bernhard Wahler hat sein Versprechen gehalten. Eine Halle nimmt die historische Dreschmaschine aus dem Jahre 1940 auf.
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Die historische Dreschmaschine aus dem Jahre 1940 hat nun ein neues Dach über dem Kopf. Foto: Stefan Geiger
Die historische Dreschmaschine aus dem Jahre 1940 hat nun ein neues Dach über dem Kopf. Foto: Stefan Geiger
"Das habe ich versprochen. Und was ich versprochen habe, das halte ich ein." Diese Zusage gab Bernhard Wahler an Karl Hannwacker, der zur 1200-Jahr-Feier Ebenhausens 1988 eine Dreschmachine beschafft hatte und diese dem Ort bzw. dem Faschingsclub, der sich satzungsgemäß der Heimat- und Brauchtumspflege verschrieben hat, überließ.

Als Karl Hannwacker vor ein paar Jahren schwer erkrankte, sagte ihm Bernhard Wahler zu, sich weiterhin um die Dreschmaschine zu
kümmern. Diese war in einer Halle am Leitenweg untergestellt. Doch dieser Bau war mehr und mehr in die Jahre gekommen und musste schließlich abgebrochen werden.


Viel Eigenleistung

Wahler bemühte sich um eine Lösung. Inzwischen ist die neue, mit 25 000 Euro veranschlagte Halle fertig. "Dank vieler Eigenleistungen fielen im Endeffekt nur 3190 Euro an", berichtete Wahler in der Jahresversammlung des Faschingsclubs, der wegen anderer Aufgaben den Bau der neuen Halle nicht übernommen hatte. "Die Gemeinde steuerte neben dem Holz noch 300 Euro bei. 2420 Euro ergaben Spenden. Den Rest habe ich dazugelegt", belegte er die Finanzierung.


Zimmerer kam aus Österreich

Den Plan, von Albrecht Schreck entworfen, erarbeitete Architekt Reinhard Seufert. Nach der Genehmigung konnte Wahler auf treue Helfer setzen. Mit ihnen bereitete er die Baufläche am Leitenweg vor, ehe darauf die Halle in Holzständerbauweise entstand. Der Bau ist zwölf Meter lang und 8,5 Meter breit. In drei Tagen errichteten befreundete Zimmerer - darunter Franz Thurner, Lebenspartner seiner Tochter und eigens aus Österreich angereist - auf Betonfundamenten das Gerippe, ehe die Halle mit Brettern verschlagen wurde und ein Ziegeldach erhielt.

Die Halle besitzt zwei große Schiebetore, um das Ein- und Ausfahren zu erleichtern. Inzwischen ist die Dreschmaschine der Marke "Hummel" aus aus dem Jahr 1940 bestens abgestellt. Dazu gehört noch eine Strohpresse.
Die vorbildliche, selbstlose Arbeit von Bernhard Wahler würdigten in der Versammlung Bürgermeister Siegfried Erhard sowie Verantwortliche und Mitglieder des Faschingsclubs.

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