Bad Kissingen

Durch eisige Fluten

Auch die Wasserwacht Bad Kissingen war mit einem selbstgebauten Floß beim Donauschwimmen mit von der Partie.
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Mit einem selbstgebauten Floß nahm die Ortsgruppe der Wasserwacht Bad Kissingen an dem Schwimmen teil.  Foto: Monika Bohatsch
Mit einem selbstgebauten Floß nahm die Ortsgruppe der Wasserwacht Bad Kissingen an dem Schwimmen teil. Foto: Monika Bohatsch
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Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt machten sich heuer rund 2260 Teilnehmer (davon 730 Frauen) auf den Weg ins oberbayerische Neuburg an der Donau, wo sich das "größte Winterschwimmen Europas" zum 48. Mal jährte. Nach Angaben der Veranstalter war es nicht nur das meist besuchte, sondern auch das kälteste Donauschwimmen aller Zeiten. Die Helfer von Feuerwehr, THW, Wasserwacht und DLRG hatten Mühe, mit ihren Booten die Donau auf der rund vier Kilometer langen Strecke eisfrei zu halten. Zudem wurde seitens der Veranstalter explizit darauf verwiesen sich "nicht an den Eisschollen festzuhalten oder drauf zu klettern", was für viele mehr ein Ansporn als eine Warnung war.


Viele brachen vorzeitig ab

Die niedrige Wassertemperatur der Donau von offiziell 0,6 Grad verlangsamte die Fließgeschwindigkeit so, dass die Teilnehmer mit rund 70 Minuten deutlich länger im kalten Nass ausharren mussten als sonst (45 Minuten). Überdurchschnittlich viele Teilnehmer haben das Schwimmen daher vorzeitig abbrechen müssen. "Permanent sind die Sankas mit Blaulicht und Martinshorn an uns vorbei gefahren", kommentierte eine Passantin. Auch drei Boote der Helfertrupps mussten wegen Motorschadens außer Dienst gestellt werden. Dennoch resümierte der Vorsitzende der Wasserwacht Neuburg, Günter Weiß: "Alles ok! Wir sind angesichts der harten Bedingungen zufrieden mit dem Ablauf."
Auch die Ortsgruppe der Wasserwacht Bad Kissingen stellte heuer mit zehn Teilnehmern eine Delegation. Erstmalig hatten sie ein selbstgebautes Floß mit der Aufschrift "Stadt Bad Kissingen" und neonorange Mützen als Erkennungsmerkmal dabei. Auf der Rückseite war ein Banner der Deegenbergklinik, die als Sponsor der Ortsgruppe teilnahm. "Meine Uhr zeigt minus 0,9 Grad", sagte Bernhard Bohatsch, stellvertretender Technischer Leiter der Ortsgruppe nach dem Schwimmen, "das ist Negativrekord", so Bohatsch weiter. "Einige mussten echt mit sich kämpfen, die gesamte Strecke zu überstehen", ergänzte der Technische Leiter Alexander Knaab. Ein Teilnehmer aus Bad Kissingen gehört dieses Jahr zum zweiten Mal der rund 50-köpfigen Gruppe der Eisschwimmer an, die eine Strecke von rund 500 Metern, ohne Neoprenanzug zu bestreiten hatten. "Es kostet erstmal etwas Überwindung, aber für die Gaudi danach lohnt es sich allemal", so der Eisschwimmer der Ortsgruppe, Nicolas Thoma. Bei der Siegerehrung gab es für jede Gruppe einen Holzpinguin, der von der Lebenshilfe produziert wurde.
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