Steinach an der Saale
Musik

Dritte Auflage wird schon geplant

Auch das "2. Stänicher Wirtshaussingen" war wieder ein voller Erfolg. Fast 100 Volks- und Heimatlieder hatten die Verantwortlichen um Frank Schmitt in Texthefte gepackt, damit auch jeder Gast mitsingen konnte.
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Frank Schmitt (links) wird nicht nur von großen Musikern unterstützt. Sein kleiner Sohn Nils gibt mit Holzlöffeln den Takt an. Fotos: privat
Frank Schmitt (links) wird nicht nur von großen Musikern unterstützt. Sein kleiner Sohn Nils gibt mit Holzlöffeln den Takt an. Fotos: privat
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"So würde es sich ein Wirt immer wünschen!....zumindest 2-3 mal in der Woche", sagte Mitinitiator und musikalischer Leiter Frank Schmitt, der die Anwesenden im prall gefüllten Gastraum zum "2. Stänicher Wirtshaussingen" begrüßte.
Bereits eineinhalb Stunden vor offiziellem Beginn fanden sich die ersten Gäste im Gasthof Schneider ein.
Um 19 Uhr war das Wirtshaus dann bis zum letzten Platz besetzt und die Sangeswilligen blätterten gespannt in den neuen, extra angefertigten Textmanuskripten, welche eine Auswahl von knapp 100 Volks- und Heimatliedern enthielten. Darunter sowohl gern und oft gesungene als auch weniger bekannte Lieder. "Wir wollen ja auch etwas dazu lernen.", meinte Schmitt.
Die Texthefte sollten wenn möglich im Steinacher Wirtshaus verbleiben. Sollte jedoch dringender Bedarf bestehen und Hefte mitgenommen werden, betrachten dies die Steinacher als "Beitrag zur Kulturpflege und Entwicklungshilfe".
Als Vertreter des Gesangsvereins "Sängerlust" als Mitinitiator, der mit seinen Sangesbrüdern und -schwestern stark vertreten war, begrüßte Alexander Albert die Gäste und dann ging´s los - erstmal instrumental, a capela.
Zur Begleitung der Sänger hatten sich acht Musikanten aus Steinach und Umgebung eingefunden, die zur Einstimmung zünftig mit Akkordeon, Steirischer Harmonika, Gitarre, Bass und Holzlöffel aufspielten. Im Laufe des Abends waren dann noch Mundharmonika-Solos, Tuba und sogar eine Harfe zu hören. "Beinahe ein Musikanten-Stammtisch. Doch im Vordergrund steht heute das Singen und das Publikum", betonte Schmitt. Und das kam voll auf seine Kosten.
Durch die neuen umfangreichen Textheftungen und ein reihum-kreisendes Mikrofon war es möglich ein Wunschkonzert zu veranstalten und so das Publikum das Programm gestalten zu lassen. "Jägerlieder Nr.8" kam der Zuruf vom Jäger-Tisch und "Ein Horido, ein Waidmannsheil" erschallte durch die Wirtsstube.
Nach diesem Konzept sang man sich durch einen fröhlichen Abend, der nach gut vier Stunden mit "Ade zur guten Nacht" ausklang. Im Nachklang gaben sich die anwesenden Wirtshausmusikanten noch ein spontanes Stelldichein und praktizierten handgemachte Volksmusik.
Alle Anwesenden erlebten einen harmonischen und geselligen Abend, der es unbedingt wert ist, wiederholt zu werden. Die 3. Auflage des "Stänicher Wirtshaussingens" ist für Anfang 2015 geplant. Die Initiatoren und Mitwirkenden waren sehr zufrieden, in der Gewissheit wieder einen Beitrag zur Pflege von Volksliedgut und zum Erhalt der örtlichen Wirtshauskultur geleistet zu haben.


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