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Bad Kissingen
Messe

Die Offroader sind wieder in der Stadt

50 000 Besucher werden zur "Abenteuer und Allrad" erwartet, die Ersten campen bereits seit Dienstag an der Kläranlage.
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Am Donnerstag beginnt die diesjährige "Abenteuer und Allrad" Offroadmesse in Bad Kissingen. Foto: Carmen Schmitt/Archiv
Am Donnerstag beginnt die diesjährige "Abenteuer und Allrad" Offroadmesse in Bad Kissingen. Foto: Carmen Schmitt/Archiv
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Beim Camping verzichten Andrea und Michael Bock auf nichts. "Wir erreichen die schönsten Plätze in der Natur, da wo sonst keiner hinkommt. Und das auch noch voll ausgerüstet", meint Michael begeistert. Ihr Offroadfahrzeug nennen sie liebevoll "Landy". Dort gibt es alles, was das Camperherz begehrt. Von Dosenravioli und Co. herrscht hier keine Spur. "Wir haben sogar einen kleinen Backofen dabei. Damit backen wir frische Brötchen und Kuchen", sagt Andrea. Hier habe sie wenigstens die Zeit dazu.

Die rund dreistündige Fahrt aus der Pfalz zur diesjährigen "Abenteuer und Allrad" Offroadmesse haben Michael und Andrea gerne auf sich genommen. Schon seit Jahren kommen sie hierher, um sich mit Gleichgesinnten zu treffen, sich auszutauschen und zu fachsimpeln. "Wir kommen weniger wegen der Messe, sondern mehr wegen der Campingarea", sagt Michael. Man treffe Bekannte aus der Globetrotterszene, könne in die verschiedensten Fahrzeuge schauen und sich alles genau erklären lassen, ohne dass einem jemand etwas verkaufen will.


Neue Route für Shuttlebusse

Trotzdem will das Paar jeden Tag über die Messe laufen und sich alle Stände in Ruhe anschauen. Werden die Bocks nach Verbesserungsvorschlägen gefragt, nennen sie den Verkehr als Erstes. "Dass der Shuttlebus ewig im Stau steht, ist ein nerviger Punkt", findet Michael. In Stoßzeiten habe es nahezu eine Stunde gedauert, bis die Besucher vom Camping- zum Messegelände gebracht wurden. Der Verkehr staut sich vor allem auf dem Ostring, berichtet Lothar Manger von der Polizei Bad Kissingen. "Zu gewissen Zeiten zwischen 10 und 13 Uhr, da hatten wir Stau in dem Bereich zwischen Südbrücke und Kaserne", sagt Manger.

Die Veranstalter haben die Problematik auf dem Schirm und mit Polizei und Stadt das Verkehrskonzept überarbeitet. "Wir wachsen immer mehr und stehen in der Verantwortung, die Messe logistisch anzupassen", betont Marion Ripberger, Geschäftsführerin der Prolog GmbH. Das heißt unter anderem: "Unser Fokus ist, dass der Ostring entlastet wird, damit die Besucher schneller auf das Gelände gelangen."


Umleitung für Abfahrt

"Es gibt deshalb dieses Jahr zwei Neuerungen", erklärt Rainer Warzecha vom städtischen Ordnungsamt. Erstens fahren die Shuttlebusse vom Campinggelände aus nicht mehr über den Ostring. Sie werden über Arnshausen und Reiterswiesen direkt durch das für den Verkehr gesperrte Wasserschutzgebiet zum Messegelände geführt. Die zweite Änderung betrifft den Parkplatz für Tagesbesucher in der ehemaligen Kaserne. Die Zufahrt ist wie bisher über die Kasernenstraße möglich (siehe Grafik), wegfahrende Fahrzeuge werden über einen Flurweg Richtung Untere Saline und dann über den Klaushof aus der Stadt geleitet. Marion Ripberger betont, dass Messebesucher wie gewohnt von Parkplatz und Campinggelände von den Bussen zur Messe gebracht werden.

Zurück auf dem Campingplatz: Die Faszination für das Campen teilen auch Knut und Nicole Kröschel, die die Bocks durch die Offroadszene kennengelernt haben. "Wir haben unseren Geländewagen seit 5 Jahren und sind immer noch verrückt nach ihm", sagt Nicole. Doch die Fahrzeuge sind nicht der einzige Grund, aus dem sie seit sechs Jahren immer wieder die Messe besuchen. "Hier kommen alle her, die man kennt. Manche trifft man sogar nur einmal im Jahr hier", erklärt Knut. Die Atmosphäre unter den Campern macht für ihn den ganzen Reiz aus.

Dauer Die Offroadmesse wird heute eröffnet und dauert bis Sonntag, 18. Juni. 250 internationale Aussteller sind auf dem 110 000 Quadratmeter großen Messegelände auf der Reiterswiesener Höhe zu sehen.

Verkehr Laut Veranstaltern ist erfahrungsgemäß mit erhöhtem Verkehr zu rechnen am Mittwoch (Anreisetag für Camping), Donnerstag (besucherstärkster Messetag) und Sonntag (Abreise).

von Isabel Herterich und Benedikt Borst

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